Moy­land: Ri­tua­le der Kunst bei Qua­dri­en­na­le

Rheinische Post Goch - - Lokale Kultur -

KLE­VE (wot) Künst­le­rin­nen und Künst­ler un­ter­schied­li­cher Spar­ten be­die­nen sich ver­schie­de­ner Ri­tua­le. War­um, das war The­ma bei den 3. Moy­län­der Dis­kur­sen zu Kunst und Wis­sen­schaft. Sie fan­den am Wo­che­n­en­de im Rah­men der Qua­dri­en­na­le 2010 in Düsseldorf statt. Die wis­sen­schaft­li­che Ta­gungs­rei­he, die im Zwei­jah­res­rhyth­mus ver­an­stal­tet wird, er­forscht ak­tu­el­le, je­doch we­nig be­ach­te­te kunst-und kul­tur­ge­schicht­li­che The­men. Die­ses Mal das The­ma: „Ri­tua­le in der Kunst“.

Rund 600 Künst­ler, Kunst­his­to­ri­ker, Stu­die­ren­de und Er­zie­hungs­wis­sen­schaft­ler wa­ren nach Düsseldorf ge­kom­men, um den acht ver­schie­de­nen Vor­trä­gen zu Be­weg­grün­den, Au­s­prä­gun­gen und Aus­wir­kun­gen ver­schie­dens­ter „Ri­tua­le der Kunst“ zu lau­schen.

Der Ri­tu­al­be­griff wur­de un­ter an­de­rem kunst­ge­schicht­lich, an­thro­po­lo­gisch, theo­lo­gisch und mu­sik­wis­sen­schaft­lich be­leuch­tet. Nach ei­ner Be­griffs­de­fi­ni­ti­on wid­me­ten sich die Teil­neh­mer dem Ver­hal­ten der Künst­ler, vom schöp­fe­ri­schen Akt bis zur Ver­nis­sa­ge.

Das ri­tu­el­le Werk des Künst­lers Jo­seph Beuys wur­de am Bei­spiel der Ak­ti­on „Haupt­strom“, die 1967 in Darm­stadt statt­fand und ei­nen zen­tra­len Stel­len­wert in Beuys Werk ein­nimmt, un­ter die Lu­pe ge­nom­men.

Der schnell zum Mas­sen­phä­no­men ge­wor­de­ne In­ter­net­dienst Twit­ter war eben­so The­ma der Moy­län­der Dis­kur­se wie „Ri­tua­le und Ze­re­mo­ni­en der Schau­spie­ler“.

Seit vier Jah­ren füh­ren das Jo­seph Beuys Ar­chiv der Stif­tung Mu­se­um Schloss Moy­land, die Kunst­aka­de­mie Düsseldorf und das Zen­trum für In­ter­na­tio­na­les Kunst­ma­nage­ment CIAM das in­ter­dis­zi­pli­när an­ge­leg­te Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jekt „Moy­län­der Dis­kur­se zu Kunst und Wis­sen­schaft“ durch. Die Vor­trä­ge sol­len im Früh­jahr 2011 in ei­nem Ta­gungs­band ver­öf­fent­licht wer­den.

Auch die­ses Quar­tett aus Kar­ton ge­hört da­zu.

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