Ban­ker-Ein­künf­te wer­den auf 500 000 Eu­ro be­grenzt

Rheinische Post Goch - - Vorderseite - VON BIR­GIT MAR­SCHALL

BERLIN Uni­on und FDP wol­len die Ge­häl­ter für al­le Ma­na­ger in staat­lich ge­stütz­ten Ban­ken in der Re­gel auf 500 000 Eu­ro brut­to pro Jahr be­gren­zen. Die Re­gie­rungs­frak­tio­nen ei­nig­ten sich ges­tern auf den ent­spre­chen­den Ge­setz­ent­wurf, der be­reits mor­gen vom Bun­des­tag ver­ab­schie­det wird. Das Ge­setz tritt am 1. Ja­nu­ar in Kraft.

Dem­nach dür­fen künf­tig ne­ben den Vor­stands­mit­glie­dern auch an­de­re Mit­ar­bei­ter ma­xi­mal ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro im Jahr ver­die­nen. Bis­her gilt das Li­mit nur für Vor­stän­de. Die Dis­kus­si­on um Ge­häl­ter und Son­der­zah­lun­gen für Ban­ker – so­ge­nann­te Bo­ni – war auf­ge­flammt, als be­kannt wur­de, dass die Ein­kom­men von 68 Bank­ma­na- gern in staat­lich ge­stütz­ten In­sti­tu­ten über der zu­läs­si­gen Schwel­le lie­gen. Zu­dem er­hiel­ten mehr als 1000 Mit­ar­bei­ter der Skan­dal­bank Hy­po Re­al Esta­te (HRE) Bo­ni.

Ban­ken wie die HRE, an de­nen der Bund mehr als 75 Pro­zent hält, sol­len künf­tig kei­ne Bo­ni mehr aus­schüt­ten dür­fen. Bei In­sti­tu­ten mit ge­rin­ge­rer Bun­des­be­tei­li­gung wie der Wes­tLB gilt eben­falls die Gren­ze von 500 000 Eu­ro, al­ler­dings kön­nen hier va­ria­ble Ge­halts­be­stand­tei­le wie Bo­ni hin­zu­kom­men. Die Re­ge­lun­gen gel­ten auch für Aus­lands­töch­ter. „Wir wol­len si­cher­stel­len, dass staat­li­che Mit­tel bei ge­stütz­ten Ban­ken nicht durch un­an­ge­mes­se­ne Ver­gü­tungs­leis­tun­gen aus dem Un­ter­neh­men ab­flie­ßen“, sag­te Uni­ons-Fi­nanz­spre­cher Leo Daut­zen­berg.

Be­trof­fen sind al­le Ma­na­ger von staat­lich

ge­stütz­ten Ban­ken

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