PERSÖNLICH

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

Jür­gen Rütt­gers (59), noch am­tie­ren­der CDU-Lan­des­chef, hat ges­tern sei­ne ers­te grö­ße­re Re­de seit der Ab­wahl als NRWMi­nis­ter­prä­si­dent ge­hal­ten. In Reck­ling­hau­sen be­ton­te er vor der Se­nio­ren­uni­on sei­ner Par­tei, er le­ge den Lan­des­vor­sitz nie­der, um ei­nen Neu­an­fang mög­lich zu ma­chen. Rütt­gers äu­ßer­te zu­gleich lei­se Zwei­fel dar­an, dass bei der der­zeit lau­fen­den Mit­glie­der­be­fra­gung – La­schet oder Rött­gen? – tat­säch­lich schon 40 Pro­zent mit­ge­macht ha­ben, wie die Par­tei­zen­tra­le ver­laut­bart hat. „Ob das so ganz stimmt? Hof­fen wir’s mal“, sag­te Rütt­gers mit leich­tem Schmun­zeln. Am Sonn­tag­abend wird das Er­geb­nis fest­ste­hen.

Die CDU sei für ihn „ein Stück po­li­ti­sche Fa­mi­lie und po­li­ti­sche Hei­mat“, sag­te der pro­mo­vier­te Pul­hei­mer Ju­rist und Va­ter drei­er Söh­ne. Die Uni­on sei die ein­zi­ge Par­tei, die die Ge­sell­schaft zu­sam­men­hal­ten kön­ne, weil sie „we­der markt-noch staats­ra­di­kal“ sei.

Dass Rütt­gers be­reits auf dem Son­der­par­tei­tag am 6. No­vem­ber der Eh­ren­vor­sitz der NRW-CDU an­ge­tra­gen wird, ist eher un­wahr­schein­lich. Der Chef der Se­nio­ren­uni­on NRW, Le­on­hard Kuck­art, ist oh­ne­hin der An­sicht, Rütt­gers ha­be die Par­tei „nicht so ge­führt, wie es hilf­reich ge­we­sen wä­re“. Ges­tern spen­de­te Kuck­art ihm in Reck­ling­hau­sen höf­lich Bei­fall.

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