K.O.-Pi­pe­line

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

Die Geg­ner der um­strit­te­nen CO-Pi­pe­line des Bayer-Kon­zerns kön­nen sich freu­en. Die rot­grü­ne Min­der­heits­re­gie­rung in NRW wird al­les dar­an set­zen, dass die für zig Mil­lio­nen Eu­ro ge­bau­te Trans­port-Röh­re für Koh­len­mon­oxid nie in Be­trieb geht. Dar­an kann auch der im Grun­de ver­stän­di­ge SPD-Wirt­schafts­mi­nis­ter Voigts­ber­ger we­nig än­dern. Die CO-wird zur K.O.-Pi­pe­line.

Den vie­len Grund­stücks­be­sit­zern ent­lang der Röh­re bleibt da­mit der Wert ih­res Ei­gen­tums un­ge­schmä­lert er­hal­ten. Wirt­schaft­lich ist das Si­gnal in­des ver­hee­rend. Im In­dus­trie­land Nord­rhein-West­fa­len ist es of­fen­bar nicht mehr mög­lich, au­ßer­halb der be­ste­hen­den An­la­gen Che­mie-In­ves­ti­tio­nen vor­zu­neh­men. Darf auch das Kraft­werk Dat­teln nicht wei­ter­ge­baut wer­den, wird die da­zu not­wen­di­ge Ener­gie eben­falls feh­len.

Das En­de der CO-Pi­pe­line hat weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen. Bayer wird ei­ne Lö­sung oh­ne das Trans­port­sys­tem fin­den. Die Kos­ten­si­tua­ti­on für Stand­or­te wie Kre­feld wird das frei­lich ver­schlech­tern. Neue Groß­an­la­gen ha­ben dort kaum noch Chan­cen, auch wenn die Pro­duk­ti­on dort grund­sätz­lich wett­be­werbs­fä­hig ist. Die schlei­chen­de De­in­dus­tria­li­sie­rung Nord­rhein-West­fa­lens schrei­tet vor­an. BE­RICHT:

VON MAR­TIN KESS­LER

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