Kra­ke Paul: WM-Ora­kel ist tot

Rheinische Post Goch - - Land & Leute -

Sea Li­fe Cen­ter, an sei­ne letz­te Be­geg­nung mit Paul. Heu­te Mor­gen fand der Bio­lo­ge ihn dann bei sei­nem Rund­gang tot im Be­cken.

Seit­dem herrscht in dem Er­leb­nis-Aqua­ri­um ein Tru­bel wie zur bes­ten WM-Zeit, als das Ora­kelWun­der Paul Fans und Ka­me­ra- teams aus der ge­sam­ten Welt an­zog. „Paul be­geis­ter­te Men­schen al­ler Kon­ti­nen­te“, sagt Ste­fan Por­woll, Ver­wal­tungs­chef im Sea Li­fe. „Er ist uns al­len sehr ans Herz ge­wach­sen, und wir wer­den ihn schmerz­lich ver­mis­sen.“

Paul-Fans ha­ben Ge­le­gen­heit, sich in Ober­hau­sen in ei­nem Kon­do­lenz­buch ein­zu­tra­gen. Auch im In­ter­net gin­gen zahl­rei­che Be­trof­fen­heits­be­kun­dun­gen ein. Al­lein auf der spa­ni­schen Face­book-Sei­te – Paul hat­te den Fi­nal­sieg des Teams vor­her­ge­sagt – hat­te der Kra­ke an­geb­lich 280 000 ein­ge­tra­ge­ne Freun­de.

Pauls sterb­li­che Über­res­te lie­gen der­zeit in ei­nem Kühl­haus. Sie sol- len wohl ein­ge­äschert und dann in ei­ner Ur­ne im Sea-Li­fe-Aqua­ri­um aus­ge­stellt wer­den.

Ei­ne Wo­che lang wird Pauls Be­cken leer blei­ben. Aus Pie­tät. Dann soll dort sein Nach­fol­ger Ein­zug hal­ten. Der wird trotz ita­lie­ni­scher Her­kunft nicht et­wa Pao­lo, son­dern der Tra­di­ti­on ge­hor­chend eben­falls Paul hei­ßen. Ei­gent­lich hät­te der 20 Zen­ti­me­ter gro­ße New­co­mer von sei­nem 80 Zen­ti­me­ter mes­sen­den Vor­gän­ger noch „an­ge­lernt“ wer­den sol­len. Kra­ken kön­nen näm­lich Art­ge­nos­sen nach­ah­men. Doch Pauls Tod durch­kreuz­te die Plä­ne. „Ei­nen neu­en Ora­kel-Paul“, sagt Wa­len­ci­ak, „wird es nun wohl nicht mehr ge­ben.“

FO­TO: DPA

Durch sei­ne WM-Tipps wur­de Kra­ke Paul welt­be­kannt.

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