Ren­ten­be­schei­de wer­den ver­ständ­li­cher

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft -

den“, er­klär­te ein Spre­cher der Ren­ten­ver­si­che­rung. In der zwei­ten Jah­res­hälf­te 2011 sol­len die neu­en Ren­ten-Be­schei­de her­aus­ge­hen. Da­mit will die Ver­si­che­rung nicht nur kun­den­freund­li­cher wer­den, son­dern auch ef­fi­zi­en­ter. „Kun­den, die sich bes­ser in­for­miert füh­len, le­gen auch we­ni­ger Wi­der­sprü­che ein. Das ent­las­tet uns“, so der Spre­cher.

Be­glei­tet wird die Ope­ra­ti­on „Ver­ständ­li­che Post“ von Sprach­ex­per­ten der Ver­wal­tungs­hoch­schu­le Spey­er. Ge­mein­sam mit der Ver­si­che­rung su­chen sie nach We­gen, die Be­schei­de ver­ständ­li­cher, aber den­noch ju­ris­tisch ein­wand­frei zu for­mu­lie­ren. Das muss kein Wi­der­spruch sein: In ei­nem Be­scheid müs­se nichts „ge­währt“, „be­wil­ligt“ oder „in An­satz ge­bracht“ wer­den, um rechts­si­cher zu sein, mei­nen die Ex­per­ten. In ei­nem Pi­lot­pro­jekt ha- ben sie be­reits den Be­scheid über­ar­bei­tet, mit dem die Ver­si­che­rung ei­nen An­trag auf Er­werbs­min­de­rungs­ren­te ab­lehnt. Frü­her hieß dort der ers­te Satz: „Ih­rem An­trag auf Ren­te we­gen vol­ler Er­werbs­min­de­rung nach § 43 Abs. 2 SGB VI kann nicht ent­spro­chen wer­den, weil we­der ei­ne teil­wei­se noch ei­ne vol­le Er­werbs­min­de­rung und auch kei­ne Be­rufs­un­fä­hig­keit vor­liegt.“ Jetzt be­ginnt der Brief freund­li­cher: „Ih­rem An­trag auf Ren­te we­gen Er­werbs­min­de­rung kön­nen wir lei­der nicht ent­spre­chen, weil Sie die me­di­zi­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen nicht er­fül­len.“ Auch wird kun­den­nä­her er­läu­tert, auf wel­che Leis­tun­gen der Bür­ger sonst An­spruch ha­ben könn­te. Die­ser mo­der­ne Be­scheid ist be­reits im Ein­satz. Er wird häu­fig ge­braucht: 2009 lehn­te die Ver­si­che­rung 160 000 An­trä­ge auf ei­ne Er­werbs­min­de­rungs­ren­te ab.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.