Fer­ra­ri-The­men­park er­öff­net in Abu Dha­bi

Rheinische Post Goch - - Reise&welt - VON MARTINA STÖ­CKER

ABU DHA­BI Für die­se Ach­ter­bahn braucht es ei­ne Bril­le: Wenn der knall­ro­te Rol­ler­co­as­ter auf mehr als 200 km/h be­schleu­nigt, kann das Au­ge nicht mehr re­agie­ren, falls ein Sand­korn an­ge­flo­gen kommt. Und von die­sen sind in der neu­en Fer­ra­ri Welt, die heu­te Abend er­öff­net wird, ei­ni­ge un­ter­wegs – steht doch der Ver­gnü­gungs­park im Zei­chen des sprin­gen­den Pfer­des auf der san­di­gen Yas-In­sel im Wüs­ten­staat Abu Dha­bi.

Wenn nicht in Ita­li­en selbst, so konn­te Fer­ra­ri mit die­ser Idee ei­gent­lich nur an den Per­si­schen Golf ge­hen, wo die Fahr­zeug­dich­te der ed­len Sport­wa­gen ver­mut­lich welt­weit am höchs­ten ist. Für die Ita­lie­ner ist die Fer­ra­ri-Welt ein lo­gi­scher Schritt, nach­dem sie in Abu Dha­bi und Du­bai schon Ge­schäf­te mit Mer­chan­di­sing-Ar­ti­keln er­öff­net ha­ben. Die Men­schen sind ver­rückt nach Au­tos und Mo­tor­sport – wie prak­tisch, dass auf Yas Is­land die neu ge­bau­te For­mel-1-Stre­cke Ma­ri­na Cir­cuit di­rekt ne­ben­an liegt.

Knapp drei Jah­re ha­ben mehr als 40 000 Ar­bei­ter an dem Traum in Knall­rot ge­baut, der zum neu­en Wahr­zei­chen der Haupt­stadt der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te wird. Blick­fang schon vom Flug­zeug aus ist das 200 000 Qua­drat­me­ter gro­ße Dach, das dem Kor­pus ei­nes Fer­ra­ri GT nach­emp­fun­den wur­de und auf dem das welt­größ­te Kon­zern­lo­go prangt. Mehr als 20 At­trak­tio­nen war­ten im In­nern: Ne­ben dem schnells­ten Fahr­ge­schäft der Welt, bei dem die Pas­sa­gie­re die Ge­schwin­dig­keit ei­nes For­mel-1-Bo­li­den am ei­ge­nen Leib spü­ren sol­len, gibt es ei­ne Ach­ter­bahn, bei der man mit zwei Wa­gen ge­gen­ein­an­der an­tre­ten kann. Eben­falls ei­nen Ad­re­na­lin­schub ver­ur­sacht der „G-Force“: Er ka­ta­pul­tiert Be­su­cher durch ei­nen Tun­nel im gi­gan­ti­schen Dach in 62 Me­ter Hö­he und macht die Flieh­kräf­te er­fahr­bar, die auf Fer­ra­ri-Pi­lo­ten im Ren­nen ein­wir­ken. Au­ßer­dem gibt es For­mel-1-Si­mu­la­to­ren, Kin­der­Fahr­ge­schäf­te, Es­pres­so-Bars, lan­des­ty­pi­sche Ris­to­r­an­ti und Eis­die­len – Little Ita­ly im Mor­gen­land.

Der Ver­gnü­gungs­park der Su­per­la­ti­ve bleibt auch für Nicht-Fer­ra­riFah­rer er­schwing­lich. Er­wach­se­ne zah­len für den Ta­ges­ein­tritt 45 Eu­ro, Kin­der (un­ter 1,50 Me­ter) al­ler­dings schon 33 Eu­ro. Wer nicht an­ste­hen möch­te, der leis­tet sich ein Pre­mi­um-Ti­cket (75/55 Eu­ro). Mit ihm ver­kür­zen sich die War­te­zei­ten, in ex­klu­si­ven Loun­ges wer­den zu­dem Er­fri­schun­gen ge­reicht.

Wenn die Ach­ter­bahn in der Fer­ra­ri-Welt auf 200 km/h be­schleu­nigt, treibt es den Fahr­gäs­ten au­to­ma­tisch den Schweiß auf die Stirn. Das mag al­ler­dings nicht nur an de­ren schwa­chen Ner­ven lie­gen, son­dern viel­mehr am Kli­ma. Der The­men­park ist in­nen zwar ge­kühlt, die schnel­le Ach­ter­bahn führt al­ler­dings drau­ßen durch die Wüs­te mit Tem­pe­ra­tu­ren im Som­mer mit bis zu 50 Grad. www.fer­ra­ri­world­abud­ha­bi.com

FO­TO: ADTA

Auf dem Dach prangt das größ­te Fer­ra­ri-Lo­go der Welt.

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