Ein Ka­len­der für Afri­ka

Der neue Ka­len­der des Ver­eins pro dog­bo, wur­de bei Völ­cker in Goch ge­druckt. Mit dem Kauf der Ka­len­der wird das Pro­jekt in Be­nin, Afri­ka, un­ter­stützt, das Kin­dern und Ju­gend­li­chen Schu­le und Aus­bil­dung bie­tet.

Rheinische Post Goch - - Grenzland Post - VON MATTHIAS GRASS

KREIS KLE­VE Es be­gann als Lieb­ha­ber­stück, als Hob­by im Di­enst ei­ner gu­ten Sa­che. Wal­ter van Bri­el fer­tig­te die ers­ten Ka­len­der für das Pro­jekt pro dog­bo in Be­nin noch in „Hand­ar­beit“ – Stück für Stück am ei­ge­nen Com­pu­ter und auf dem ei­ge­nen Dru­cker. Der Ka­len­der er­in­ner­te an die sinn­vol­le und er­folg­rei­che Ar­beit des Pro­jek­tes pro dog­bo, das jun­gen Afri­ka­nern Schul-und Aus­bil­dung bie­tet und fi­nan­ziert, an die Hil­fe zur Selbst­hil­fe in der Bä­cke­rei und der Me­tall­werk­statt, würz­te das Gan­ze mit Fo­tos aus dem schwar­zen Kon­ti­nent. Da­zu gibt es ei­nen Sinn­spruch aus Afri­ka für je­de Wo­che und ei­nen Spruch von den Den­kern und Dich­tern der Welt für je­den Tag.

Ges­tern stell­te der Ver­ein pro dog­bo das neus­te Stück vor. Es ist längst dem van Bri­el­schen Com­pu­ter ent­wach­sen. Der 70 Sei­ten star­ke Ka­len­der wur­de in der Dru­cke­rei Völ­cker in Goch ge­fer­tigt. Er hat für je­de Wo­che ei­ne Sei­te Ka­len­da­ri­um mit Fo­to und den lie­be­voll von van Bri­el aus­ge­such­ten Sprü­chen. Da­zu gibt’s den Text des Ko­ope­ra­ti­ons­ver­tra­ges zwi­schen der Ge­mein­de Dog­bo und der Stadt Kle­ve so­wie die Re­de von Klaus van Bri­el, die er zum Fest­akt bei der Un­ter­zeich­nung des Ver­tra­ges hielt. „Klaus van Bri­el ar­bei­tet beim Deut­schen Ent­wick­lungs­dienst und be­treut un­se­re Ein­rich­tun­gen vor Ort in Dog­bo wäh­rend sei­ner Frei­zeit“, sagt Jo­sef Jo­e­ken vom Vor­stand des Ver­eins.

120 000 Eu­ro Be­darf im Jahr

Fi­nan­ziert wur­de der Ka­len­der von der Dru­cke­rei Völ­cker und der Volks­bank an der Niers. Die 15 Eu­ro, die das di­cke Stück kos­tet, ge­hen al­so kom­plett in die Pro­jek­te des Ver­eins. Und der hat sie bit­ter nö­tig: „Wir ha­ben ei­nen Fi­nanz­be­darf von rund 120 000 Eu­ro im Jahr“, sagt Wal­ter van Bri­el. Und die müs­sen als Spen­den auf­ge­bracht wer­den. Fi­nan­ziert wer­den da­mit Schul­gel­der und die Aus­bil­dung. Der Ver­ein be­glei­tet die von ihm ge­för­der­ten afri­ka­ni­schen Kin­der bis zum Ab­schluss ih­rer Aus­bil­dung. Und das kann so­gar ein Uni­ver­si­täts­ab­schluss sein.

In­zwi­schen re­kru­tie­ren sich aus den Aus­zu­bil­den­den auch schon die ers­ten fes­ten Mit­ar­bei­ter, die die Me­tall­werk­statt oder die Bä­cke­rei füh­ren. Vor al­lem die Bä­cke­rei hat auch schon ers­te Ge­win­ne er­zielt und kann sich selbst fi­nan­zie­ren. „485 000 Bro­te ha­ben wir dort im ver­gan­ge­nen Jahr ge­ba­cken“, sagt Jo­e­ken nicht oh­ne Stolz. Bald wol­le man auch sü­ße Sa­chen dort an­bie­ten . . .

Ins­ge­samt sind der­zeit rund 130 Kin­der und Ju­gend­li­che in der För­de­rung. Und wer von die­sen Schü­lern und Aus­zu­bil­den­den fer­tig ist, wird – ver­trag­lich ab­ge­si­chert – wie­der ei­nen Teil sei­nes Ver­diens­tes in das Pro­jekt ste­cken, wird so Pa­te für die fol­gen­de Ge­ne­ra­ti­on. „Es ist schön zu se­hen, wenn die Ehe­ma­li­gen kom­men und die Jun­gen um sich scha­ren und de­nen die Welt er­klä­ren“, sagt Jo­e­ken.

RP-FO­TO: EVE

Freu­en sich über den gu­ten Druck: Nor­bert Schol­ten, Spre­cher der Volks­bank an der Niers, Wal­ter van Bri­el und Jo­sef Jo­e­ken vom Vor­stand des Ver­eins pro dog­bo und Hei­ner Völ­cker-Jans­sen von der Dru­cke­rei Völ­cker (v.l.).

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