Ge­richt steht im Wettskan­dal-Pro­zess nun un­ter Zeit­druck

Rheinische Post Goch - - Sport -

BOCHUM (sid) Der ers­te Pro­zess um den größ­ten Wettskan­dal im eu­ro­päi­schen Fuß­ball wird heu­te im Bochu­mer Land­ge­richt fort­ge­setzt. Die Ver­tei­di­ger der An­ge­klag­ten Ste­van R. und Kris­ti­an S. hat­ten ei­ne rund zwei­wö­chi­ge Un­ter­bre­chung er­reicht, da sie ge­gen den Vor­sit­zen­den Rich­ter Cars­ten Schwa­drat, sei­ne Kol­le­gen und Ge­richts­spre­cher Vol­ker Tala­row­ski ei­nen Be­fan­gen­heits­an­trag ge­stellt hat­ten. Die­ser wur­de nun ab­ge­lehnt, durch die Ver­zö­ge­rung steht das Ge­richt aber un­ter Zeit­druck: Wird der Pro­zess nicht im „be­schleu­nig­ten Ver­fah­ren“ fort­ge­setzt, könn­ten die An­ge­klag­ten aus der U-Haft ent­las­sen wer­den. Auch Nü­ret­tin G. und Tu­na A., die zur Füh­rung der Wett­ma­fia ge­zählt wer­den, sind in Bochum an­ge­klagt. Bei­de ha­ben ein Ge­ständ­nis an­ge­kün­digt. Der Pro­zess ist der Auf­takt zur ju­ris­ti­schen Au­f­ar­bei­tung des Wettskan­dals. Es wird ge­gen über 250 Per­so­nen er­mit­telt, die Ein­sät­ze sol­len zwölf, die Ge­win­ne 7,5 Mil­lio­nen Eu­ro be­tra­gen ha­ben.

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