Bel­gi­er strei­ten um Klos­ter­bier

Rheinische Post Goch - - Gesellschaft -

BRÜSSEL (kna) Das an­geb­lich bes­te Bier der Welt, bis­lang nur un­ter Mü­hen in ei­ner bel­gi­schen Trap­pis­ten­ab­tei di­rekt zu er­wer­ben, soll künf­tig auch im Su­per­markt zu kau­fen sein. Aus Geld­not woll­ten die Trap­pis­ten der Ab­tei West­v­le­te­ren ihr viel­ge­prie­se­nes Pro­dukt künf­tig über ei­nen bel­gi­schen Dis­coun­ter ver­mark­ten, be­rich­tet die Zei­tung „Het Laats­te Nieuws“.

Noch sei­en die Ge­sprä­che mit der Su­per­markt­ket­te im Gan­ge, be­rich­tet die Zei­tung wei­ter. Ge­dacht wer­de an ei­ne Ge­schenk­box mit drei Fla­schen Bier und ei­nem spe­zi­el­len Glas. Der Gers­ten­saft sol­le „zu­min­dest vor­über­ge­hend“ im re­gu­lä­ren Han­del er­wor­ben wer­den kön­nen. Der Plan stösst in Bel­gi­en auf viel Kri­tik.

Bis­lang konn­te das Trap­pis­ten­bier aus West­v­le­te­ren nur per Te­le­fon un­ter An­ga­be des Au­to­kenn­zei­chens be­stellt und an­schlie­ßend mit dem Fahr­zeug in der Ab­tei ab­ge­holt wer­den. Die­se Re­ge­lung wur­de 2006 ein­ge­führt, nach­dem sich zu­vor vor dem Ge­län­de ki­lo­me­ter­lan­ge Au­to­schlan­gen ge­bil­det hat­ten. Das neue Ver­kaufs­mo­dell führ­te auch zu Pro­tes­ten, weil die Kun­den oft stun­den­lang in der War­te­schlei­fe hin­gen und ih­nen da­durch Te­le­fon­kos­ten von bis zu 85 Eu­ro ent­stan­den.

Der Gers­ten­saft war 2005 in den USA zum bes­ten Bier der Welt ge­kürt wor­den. Bei ei­ner Bier-Ver­kos­tung der bel­gi­schen Wa­ren­test-Or­ga­ni­sa­ti­on blieb das Trap­pis­ten­bier un­ge­tes­tet, weil es den Ver­brau­cher­schüt­zern nicht ge­lang, recht­zei­tig Pro­ben des be­gehr­ten Klos­ter­bräus zu be­kom­men.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.