Neu­er Aus­weis: Bür­ger­ser­vice rech­net mit län­ge­ren War­te­zei­ten

Rheinische Post Goch - - Goch / Uedem -

GOCH (RP) Der neue Per­so­nal­aus­weis hat es in sich. Mit sei­ner Scheck­kar­ten­grö­ße passt er be­quem in je­des Porte­mon­naie, und bie­tet ei­ne Men­ge neu­er Funk­tio­nen und Mög­lich­kei­ten. Zum Bei­spiel ein di­gi­ta­les Fo­to und frei­wil­li­ge Fin­ger­ab­drü­cke für mehr Si­cher­heit. Au­ßer­dem hat er ei­ne Aus­weis­funk­ti­on für den Ein­satz im In­ter­net und an Au­to­ma­ten und ist für die be­son­ders si­che­re elek­tro­ni­sche Si­gna­tur vor­be­rei­tet.

Die neue Tech­nik hat ih­ren Preis und bei den vie­len Funk­tio­nen ist es auch weit­aus auf­wän­di­ger als bis­her, ei­nen neu­en Aus­weis zu be­an­tra­gen. Die Stadt Goch hat die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen zu­sam­men­ge­stellt.

Was kos­tet der neue Per­so­nal­aus­weis? Er ist deut­lich teu­rer als das al­te Do­ku­ment und kos­tet für An­trag­stel­ler ab 24 Jah­ren 28,80 Eu­ro. Für An­trag­stel­ler un­ter 24 Jah­ren be­trägt die Ge­bühr 22,80 Eu­ro. Die­se Prei­se sind von der Bun­des­re­gie­rung fest­ge­legt wor­den, die Stadt Goch hat dar­auf kei­nen Ein­fluss.

Wie funk­tio­niert das An­trags­ver­fah­ren? Bis­lang dau­er­te es et­wa sie­ben Mi­nu­ten, ei­nen Aus­weis zu be­an­tra­gen. Durch die vie­len neu­en Funk­tio­nen und bis zu sechs aus­zu­fül­len­de For­mu­la­re rech­net das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um jetzt mit et­wa 30 Mi­nu­ten Be­ar­bei­tungs­dau­er! Hier­durch wer­den zwangs­läu­fig län­ge­re War­te­zei­ten im Bür­ger­ser­vice ent­ste­hen, auch für Mit­bür­ge- rin­nen und Mit­bür­ger, die aus an­de­ren Grün­den den Bür­ger­ser­vice be­su­chen.

Der al­te Aus­weis be­hält sei­ne Gül­tig­keit auf je­den Fall bis zum auf­ge­druck­ten Da­tum. Die Stadt Goch bit­tet dar­um, den neu­en Aus­weis erst zu be­an­tra­gen, wenn man vom Bür­ger­ser­vice schrift­lich da­zu auf­ge­for­dert wird.

Was muss für ei­nen An­trag mit­ge­bracht wer­den? Be­nö­tigt wer­den der al­te Per­so­nal­aus­weis und ein bio­me­tri­sches Pass­bild (Hier hilft der Fo­to­graf). „Soll­te der al­te Per­so­nal­aus­weis nicht mehr vor­han­den sein, muss die Ge­burts­ur­kun­de mit­ge­bracht wer­den“, er­läu­tert Tors­ten Ma­ten­a­ers, Spre­cher der Stadt.

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