Die CDU in NRW gibt Rät­sel auf

Rheinische Post Goch - - Stimme Des Westens -

Bei Rot-Grün dürf­ten heu­te die Cham­pa­gner­Kor­ken knal­len. Die von Han­ne­lo­re Kraft (SPD) trick­reich aus­ge­ru­fe­ne „Ko­ali­ti­on der Ein­la­dung“ funk­tio­niert. Um nicht in ei­nem schlech­ten Licht da­zu­ste­hen, macht die CDU mit der Min­der­heits­re­gie­rung ge­mein­sa­me Sa­che. Das ist mehr als ver­wun­der­lich: Die Stra­te­gie ist un­be­greif­lich.

Si­cher, den Kom­mu­nen muss und soll ge­hol­fen wer­den. Viel zu lan­ge hat Schwarz-Gelb zu­ge­se­hen, wie die Städ­te und Krei­se we­gen der wach­sen­den So­zi­al­aus­ga­ben im­mer wei­ter in die Ver­schul­dung ge­trie­ben wur­den. Doch statt auf ei­ne Ver­stän­di­gung bei den in Berlin lau­fen­den Ver­hand­lun­gen von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen zu drin­gen, stellt die Uni­on in NRW der rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung jetzt ge­wis­ser­ma­ßen ei­nen Frei­brief für wei­te­re Schul­den in den nächs­ten Jah­ren aus. Selbst­ver­ständ­lich wird die CDU das an­ders se­hen, aber dar­auf läuft es nun ein­mal fak­tisch hin­aus.

Ist die Uni­on zu sehr mit sich selbst be­schäf­tigt, um ei­nen Blick für die Rea­li­tä­ten im Land zu ha­ben? Dank flo­rie­ren­der Kon­junk­tur wer­den in die­sem Jahr in NRW bis zu ei­ner Mil­li­ar­de Eu­ro mehr Steu­er­ein­nah­men er­war­tet als ur­sprüng­lich ein­ge­plant. Aber hat man bei Rot-Grün ir­gend­et­was von Ab­sen­kung der Neu­ver­schul­dung ge­hört? Es scheint, als sei Spa­ren für die­se Re­gie­rung ein Fremd­wort. BE­RICHT: NRW-CDU STIMMT. . . , TI­TEL­SEI­TE

VON DET­LEV HÜWEL

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