Läs­sig: Lin­kin Park in Kölns Are­na

Rheinische Post Goch - - Kultur -

Das Tri­bü­nen­rund vi­briert der­art hef­tig, als wol­le ein Erd­be­ben die Köl­ner Lan­xess-Are­na in Schutt und Asche le­gen. Wäh­rend die USBand Lin­kin Park ih­re frü­hen Hits „Craw­ling“ und „One Step Clo­ser“ spielt, fühlt man sich wie in ei­ner gi­gan­ti­schen Hüpf­burg. Sän­ger Ches­ter Ben­nington schreit mit schmerz­ver­zerr­tem Ge­sicht in sein Mi­kro­fon, schmet­tert sei­nem Pu­bli­kum die ag­gres­si­ven Text­zei­len wie wü­ten­de An­kla­gen ent­ge­gen, und die Fans re­agie­ren mit kol­lek­ti­ver Ra­se­rei. Der Me­tal-und Cross­over­sound aus der Lin­kin-Park-An­fangs­pha­se wirkt wie ein wuch­ti­ger Wach­ma­cher, nach­dem die Band zu­nächst die Lie­der ih­res ak­tu­el­len Al­bums „A Thou­sand Suns“ prä­sen­tiert­hat:seich­tenPop­corn-Rock mit sphä­ri­schen Syn­the­si­zer­klän­gen, häm­mern­den Elek­tro­beats.

Die läs­si­gen Jungs von Lin­kin Park – Bas­sist Brad Del­son trägt Som­me­rout­fit mit ab­ge­schnit­te­nen Je­ans und Turn­schu­he oh­ne So­cken – wech­seln ne­ben den mu­si­ka­li­schen Stil­rich­tun­gen stän­dig ih­re Po­si­tio­nen, tau­schen die In­stru­men­te und nut­zen al­le Mög­lich­kei­ten ih­res Büh­nen­par­cours. Auf den ver­schie­de­nen Po­des­ten ste­hen Key­board, Schlag­zeug und DJ-Pult, je­de die­ser Be­schal­lungs­sta­tio­nen ist mit ei­nem Mi­kro­fon­stän­der aus­ge­stat­tet. Die Hip-HopPas­sa­gen wer­den mit all­ge­mei­nem Arm-We­deln und en­er­gi­schen Luft­sprün­gen be­ant­wor­tet, bei der Po­pHym­ne „Sha­dow Of The Day“ schun­keln die Kon­zert­gäs­te und sin­gen den me­lo­di­schen Re­frain im Chor mit.

Für ih­ren rou­ti­nier­ten Auf­tritt wer­den die Mu­si­ker von den über­wie­gend ju­gend­li­chen Fans mit fre­ne­ti­schem Ap­plaus ge­fei­ert.

RAI­NER MOR­GEN­ROTH

FO­TO: PE­TER WAFZIG

Ches­ter Ben­nington

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