Der Ker­mis­dahl wur­de ent­schlammt

Rheinische Post Goch - - Goch / Uedem - VON MATTHIAS GRASS

KLE­VE Bald kann das Schiff aufs Tro­cke­ne: Die Ent­schlam­muns­gar­bei­ten am Ker­mis­dahl sind so gut wie ab­ge­schlos­sen, das Bag­ger­schiff wird bald an der Worces­ter­brü­cke aus dem Was­ser ge­ho­ben, eben­so wie die Rohr­lei­tun­gen für die Ent­schlam­mung. Dann wird nur noch ein klei­ne­rer Dreck­hau­fen von den Ar­bei­ten zeu­gen, der spä­ter ab­ge­fah­ren wer­den kann, so ges­tern Kle­ves Tief­bau­amts­lei­ter Wil­li­brord Jans­sen. Sein Amt hat­te die Ar­bei­ten ver­ge­ben und mit rund 200 000 Eu­ro fi­nan­ziert, der Deich­ver­band hat­te die „Bau­auf­sicht“. Zu­dem muss­te Jans­sen die Ar­bei­ten an der Stra­ße in den Gal­lei­en auf den Trans­port des Bag­ger­schiffs ab­stim­men. Al­les ver­lief Hand in Hand. „Das hat wun­der­bar ge­klappt“, sagt Jans­sen.

Das Fluß­bett des Ker­mis­dahls wur­de von 25 000 Ku­bik­me­ter Schlamm be­freit, wie der Ar­beits­kreis Ker­mis­dahl-We­te­ring jetzt die Fak­ten der Ar­bei­ten an Kle­ves neu­em Vor­zei­ge-Park auf­lis­te­te. „Das gut aus­ge­rüs­te­te nie­der­län­di­sche Team saug­te über ein Ar­beits­boot das Schlamm­ge­misch an und pumpt die­ses in drei Schlamm­be­cken auf der Gal­lei­en­sei­te“, blickt Ger­lin­de Semrau-Len­sing auf die Ar­bei­ten zu­rück. Die schwe­ren Tei­le, die et­wa zehn Pro­zent des Schlammes aus­ma­chen, set­zen sich ab, die wäss­ri­gen Tei­le, al­so die ver­blei­ben­den 90 Pro­zent, flie­ßen zu­rück in das Fluß­bett des Ker­mis­dahls, er­klärt der Ar­beits­kreis. Zwei Jah­re ver­blei­be der Schlamm zur Aus­trock­nung in den Spül­fel­dern, be­vor sie wie­der ein­ge­eb­net wer­den kön­nen. Die­se Maß­nah­me ist ei­nes der Zie­le, für die sich der Ar­beits­kreis Ker­mis­dahl-We­te­ring, ge­mein­sam mit dem An­gel­sport­ver­ein Kle­ve-Rin­dern (Ei­gen­tü­mer der Fi­sche­rei­rech­te am Ker­mis­dahl), den Sport­ver­ei­nen un­ter­halb der Schwa­nen­burg u.a. ein­ge­setzt ha­be.

„Eh­ren­bür­ger Karl Kis­ters und Deich­gräf Jo­han­nes Heis­ter­kamp als Mit­strei­ter und Weg­be­rei­ter seit 2004 sol­len nicht un­er­wähnt blei­ben. Der Ar­beits­kreis dankt al­len be­tei­lig­ten Be­hör­den und Be­hör­den­ver­tre­tern. Jetzt ist der Ker­mis­dahl als Wahr­zei­chen un­se­rer Stadt wie­der in pfleg­li­chen Zu­stand ge­bracht und für die nächs­ten 50 Jah­re in der La­ge, sei­ne was­ser­tech­ni­schen Auf­ga­ben pro­blem­los zu er­fül­len“, er­in­nert Ger­lin­de Sem­rauLen­sing vom Ar­beits­kreis.

Der letz­te Ker­mis­dahl-Ab­schnitt Worces­ter­brü­cke bis Brück­tor wer­de hof­fent­lich in den nächs­ten Jah­ren als wei­te­re Pfle­ge­maß­nah­me mög­lich sein, hofft sie. Über den Ker­mis­dahl und die Spoy wür­den Nie­der­schlag­was­ser ei­nes „Vor­flut­ge­bie­tes von ca. 67 Qua­drat­ki­lo­me­ter Flä­che ent­sorgt. „Das ist nicht we­nig“, kon­sta­tiert Semrau-Len­sing.

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