In­ves­ti­ti­on aus Lei­den­schaft

Rheinische Post Goch - - Sport / Roman -

Der Zeit­punkt hat Sym­bol­cha­rak­ter. Nur fünf Ta­ge nach ei­nem der schwär­zes­ten Ta­ge der Ver­eins­ge­schich­te – der 0:10-Nie­der­la­ge beim PSV Eind­ho­ven – be­zeu­gen rei­che nie­der­län­di­sche Un­ter­neh­mer ih­re Lie­be zu Fey­e­no­ord Rot­ter­dam. Denn: So viel Geld in ei­nen mit 43 Mil­lio­nen Eu­ro ver­schul­de­ten Klub zu ste­cken, hat mit – kauf­män­nisch – ver­nünf­ti­gem Wirt­schaf­ten we­nig zu tun.

Ge­nau des­halb ist es die größ­te Chan­ce für den an­ge­schla­ge­nen Tra­di­ti­ons­klub. Die „Freun­de von Fey­e­no­ord“ sind kein ara­bi­scher Öl­scheich, sie sind auch kein ame­ri­ka­ni­scher Heg­de­fonds – die­sen wä­re der ma­ro­de Klub wahr­schein­lich kei­nen mü­den Eu­ro wert. Die „Freun­de“ sind Fans. Und Un­ter­neh­mer. Für ih­re In­ves­ti­ti­on er­hal­ten sie Mit­spra­che­recht im Ver­ein. Fi­nanz­sprit­zen ha­ben im Fuß­ball oft Ne­ben­wir­kun­gen. In­ves­ti­tio­nen aus Lei­den­schaft sind für den Sport je­doch ein Ge­winn.

ANDRÉ SCHAHIDI

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