Ver­mö­gens­ver­wal­tung nicht nur für Rei­che

Rheinische Post Goch - - Extra -

Vom Kön­nen der un­ab­hän­gi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­ter pro­fi­tie­ren nicht nur Mil­lio­nä­re. Auch mit klei­nen Be­trä­gen kann man da­bei sein. Ob Jens Ehr­hardt, Marc Fa­ber, Frank Ling­ohr, Pe­ter Hu­ber oder Jo­han­nes Führ: Im­mer wie­der wer­den ih­re Aus­bli­cke auf die Ent­wick­lung an den Ka­pi­tal­märk­ten in Zei­tung, Funk und Fern­se­hen zitiert. Schließ­lich han­delt es sich bei den be­kann­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tern um Fi­nan­zpro­fis, die be­reits seit Jah­ren im Ge­schäft sind und das Geld ih­rer ver­mö­gen­den Kun­den durch gu­tes Ti­ming und die ge­schick­te Ver­tei­lung auf ver­schie­de­ne As­set­klas­sen durch so man­che Kri­se ge­bracht ha­ben.

Da­bei müs­sen An­le­ger kei­nes­wegs gro­ße Be­trä­ge mit­brin­gen, um vom Know-how die­ser Her­ren so­wie den vie­len an­de­ren we­ni­ger häu­fig zi­tier­ten Ver­tre­tern ih­rer Zunft pro­fi­tie­ren zu kön­nen. Im­mer mehr un­ab­hän­gi­ge Ver­mö­gens­ver­wal­ter bil­den ih­re Stra­te­gi­en, die sie nor­ma­ler­wei­se für gro­ße De­pots um­set­zen, näm­lich auch in Fonds ab, die wie Ak­ti­en oder An­lei­hen ganz ein­fach über die Bör- se er­wor­ben wer­den kön­nen. Die An-und Ver­kaufs­kur­se lie­gen da­bei in al­ler Re­gel re­la­tiv eng bei­ein­an­der. Der Er­werb an der Ham­bur­ger oder Frank­fur­ter Bör­se ist da­mit oft güns­ti­ger als der Gang über die Fonds­ge­sell­schaft. Hier fal­len näm­lich nicht sel­ten Aus­ga­be­auf­schlä­ge von bis zu fünf Pro­zent an.

Ei­ni­ge we­ni­ge Pro­duk­te sind so­gar spar­plan­fä­hig, so dass im mo­nat­li­chen oder vier­tel­jähr­li­chen Tur­nus klei­ne Ein­zah­lun­gen zu ver­tret­ba­ren Kos­ten vor­ge­nom­men wer­den kön­nen. Wie sich an ei­nem Zah­len­bei­spiel leicht zei­gen lässt, kann – kon­se­quen­tes Spa­ren vor­aus­ge­setzt – auf die­se Wei­se lang­fris­tig ein Be­trag an­ge­häuft wer­den, der durch­aus auch für die in­di­vi­du­el­le Be­treu­ung durch ei­nen un­ab­hän­gi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­ter in Fra­ge kommt.

So hat es der ers­te über­haupt in Deutsch­land zu­ge­las­se­ne Ver­mö­gens­ver­walt­er­fonds (FMM-Fonds) seit sei­ner Auf­la­ge im Jahr 1987 auf ei­ne Durch­schnitts­ver­zin­sung von über neun Pro­zent per an­num ge­bracht. Beim Fort­schrei­ben die­ser Ren­di­te so- wie mo­nat­li­chen Spar­ra­ten von le­dig­lich 200 Eu­ro sam­melt sich in­ner­halb von zehn Jah­ren in­klu­si­ve Zins und Zin­ses­zins ein Be­trag von im­mer­hin 32 760 Eu­ro an. Da­bei wur­den die bei Aus­zah­lung zu ent­rich­ten­de Ab­gel­tungs­steu­er in Hö­he von 26,375 Pro­zent so­wie ein fünf­pro­zen­ti­ger Aus­ga­be­auf­schlag be­reits be­rück­sich­tigt.

Be­son­ders sinn­voll ist es, ent­spre­chen­de Fonds­spar­plä­ne bei ei­nem Dis­count­bro­ker ab­zu­schlie­ßen. Vie­le Son­der­ver­mö­gen wer­den hier mit ei­nem er­mä­ßig­ten Aus­ga­be­auf­schlag an­ge­bo­ten. Auch die üb­ri­gen Kos­ten hal­ten sich im Rah­men. Da­für ist die Aus­wahl ei­nes oder meh­re­rer ge­eig­ne­ter Pro­duk­te al­ler­dings nicht ganz ein­fach, da ei­ne Su­che spe­zi­ell nach Ver­mö­gens­ver­walt­er­fonds in kei­ner öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten­bank mög­lich ist. Ei­ne klei­ne Aus­wahl an spar­plan­fä­hi­gen Ver­mö­gens­ver­walt­er­fonds, die von der Fonds­ra­ting­agen­tur Morningstar mit der höchs­ten Be­no­tung (fünf Ster­ne) ver­se­hen wur­den, fin­det sich in der Ta­bel­le (Kurs­da­ten An­fang Ok­to­ber). MAR­TIN AH­LERS

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