Die Qu­al mit der Qu­el­le

Vor vier Jah­ren er­hielt die Boh­rung auf der Hüls of­fi­zi­ell den Ti­tel „ Ther­me Keve­la­er“. Seit­her hat sich nichts mehr ge­tan. Die Po­li­tik be­ur­teilt die Chan­cen, das Was­ser ein­mal zu nut­zen, zu­meist skep­tisch.

Rheinische Post Goch - - Goch / Uedem - VON STE­FAN GILSBACH

KEVE­LA­ER Der Vor­gang war nicht oh­ne Iro­nie. Vor vier Jah­ren, am 27. Ok­to­ber 2006, wur­de die Ther­mal­quel­le auf der Hüls of­fi­zi­ell als „Ther­me Keve­la­er“ an­er­kannt. Doch die gro­ßen Plä­ne für die Nut­zung der Qu­el­le wa­ren da schon ver­siegt. Das Bä­der­pro­jekt „Bal­ne­aSa­na“ wur­de vom Rat aus Kos­ten­grün­den ver­senkt. Zwar wa­ren die Plä­ne weit ge­die­hen, doch der mög­li­che In­ves­tor woll­te die Stadt mit ei­nem So­ckel­bei­trag mit ins Boot ho­len. Das war das Aus. Zu­vor hat­te die Ver­wal­tung – da­mals un­ter der Lei­tung von Bür­ger­meis­ter Heinz Paal – ei­ne gro­ße Sum­me für die Ther­mal­quel­le aus­ge­ge­ben. Die Kos­ten für die Boh­rung wer­den mit rund 400 000 Eu­ro be­zif­fert.

Ge­blie­ben ist ein grün­li­cher Kas­ten mit dem ge­si­cher­ten Bohr­loch. Von dem neu­en In­ter­es­se ei­nes In­ves­tors hat CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Han­sgerd Kro­nen­berg nichts ge­hört. „Die Qu­el­le schlum­mert vor sich hin. Es ist die Fra­ge, ob sich ein In­ves­tor fin­det, der sich da­für in­ter­es­siert.“ Die Hoff­nung ge­be er noch nicht auf, doch der­zeit ge­be es kei­ne kon­kre­ten Pla­nungs­ab­sich­ten.

„Kur­zen­trum ist ei­ne Uto­pie“

„Da ist über­haupt nicht mehr drü­ber ge­re­det wor­den“, be­stä­tigt Gün­ther Krüger, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der KBV. „Die Ver­wal­tung ist ja der­zeit mit dem Rat­haus be­schäf­tigt.“ Aber auch Krüger will ei­ne Zu­kunft der Ther­mal­quel­le nicht völ­lig aus­schlie­ßen. „Ich se­he da durch­aus noch Po­ten­ti­al, wenn ein In­ves­tor sich ein­fin­det.“ Der Flä­chen­nut­zungs­plan sei trotz des Schei­terns der Bal­ne­aSa­na-Plä­ne of­fen ge­hal­ten wor­den.

RP-ARCHIVFOTO: GERHARD SEYBERT

In die­sem Kas­ten ist das Bohr­loch auf der Hüls ge­si­chert. Ob es je­mals spru­deln wird, ist un­si­che­rer denn je.

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