Vor­sit­zen­der von „Ha­tun & Can“ we­gen Be­trugs an­ge­klagt

Rheinische Post Goch - - Gesellschaft -

BERLIN (afp) We­gen Be­trugs steht der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de des Ver­eins „Ha­tun & Can“ seit ges­tern in Berlin vor Ge­richt. Er soll zwi­schen 2007 und 2010 Spen­den­gel­der für sei­nen Le­bens­un­ter­halt ver­wandt und sich und sei­nen Freun­den Es­sen, Klei­dung so­wie Rei­sen und ein Au­to fi­nan­ziert ha­ben. Die Staats­an­walt­schaft wirft ihm in der An­kla­ge­schrift wei­ter vor, durch sein Ver­hal­ten rund 690 000 Eu­ro an Spen­den­gel­dern er­schli­chen zu ha­ben. Der Ver­ein war 2005 nach dem „Eh­ren­mord“ an der Tür­kin Ha­tun Sü­rücü ge­grün­det wor­den und soll­te Mi­gran­tin­nen hel­fen, die zwangs­ver­hei­ra­tet wer­den sol­len oder be­reits sind. Pro­mi­nen­tes­tes Op­fer des mut­maß­li­chen Be­trü­gers ist die Em­maChef­re­dak­teu­rin Ali­ce Schwar­zer. Sie schenk­te dem Ver­ein ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro, die sie beim TV-Quiz „Wer wird Mil­lio­när?“ ge­won­nen hat­te.

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