Jo­gi Löw – der Mann für mo­di­sche Stil­fra­gen

Er ist der ers­te Mann im Fuß­ball-Staat, und er hat sei­nen ei­ge­nen Stil. Da­von träu­men auch an­de­re Män­ner.

Rheinische Post Goch - - Leben -

SV O N D A G M A R H A A S - P I L WAT eit der Na­tio­nal-Fuß­ball­trai­ner ein Ober­hemd zum Star mach­te, gilt er als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur für deut­sche Män­ner, wenn es um Stil­fra­gen geht. Na­tür­lich ist Joa­chim Löw ei­tel. Die Hem­den sind auf die schma­le Tail­le ge­schnit­ten, auf dem Trai­nings­platz trägt er schon mal Schal, er hat Je­ans von Lou­is Vuit­ton an. Die An­zü­ge von Hu­go Boss oder Stren­es­se pas­sen wie an­ge­gos­sen. Nur re­den will un­ser Jo­gi nicht mehr dar­über. Er mag es nicht, wenn er so in die mo­di­sche Ecke ge­drückt wird.

Da­bei setzt er Trends: An­ge­fan­gen bei den Ri­mo­wa-Kof­fern und Wee­ken­der-Ta­schen, mit de­nen er durch die Welt jet­tet, bis zu den blau­en Ba­by-Kasch­mir-Pull­overn, die über Nacht zum Ren­ner wur­den. Wer weiß, wer al­les zum Fri­seur rennt und ge­nau­so ei­ne Pilz­Fri­sur (neu­er­dings „Tex­tu­re Crop“ ge­nannt) vom Coif­feur sei­ner Wahl wünscht?

Reist Löw mit Arm­band ins wil­de Ka­sachs­tan, wol­len al­le wis­sen: Was ist das? Es ist ein „Po­wer-Ba­lan­ceArm­band“ aus den USA, das für men­ta­le Aus­ge­gli­chen­heit und in­ne­re Kraft sor­gen soll. Und was der Ki­cker-Chef gut fin­det, ma­chen sei­ne Spie­ler nach: Bas­ti­an Schwein­stei­ger hat eins der 39,90 Eu­ro teue­ren Si­li­kon-Bän­der, eben­so wie die Main­zer Stars Le­wis Holt­by oder André Schürr­le. Der na­tür­li­che Ener­gie­fluss des Kör­pers soll op­ti- miert wer­den. Der Trick da­bei ist ein pro­gram­mier­ter Chip aus Myar, der elek­tro-ma­gne­ti­sche Strah­lun­gen ab­schirmt. Da­mit das Le­ben auch an­sons­ten schön im Takt bleibt, ziert zum Aus­gleich ein männ­lich-mar­kan­ter Chro­no­graph Löws rech­tes Hand­ge­lenk. Das 12 000 Eu­ro teu­re Mo­dell stammt aus der Schwei­zer Ma­nu­fak­tur IWC und ist die of­fi­zi­el­le Uhr der Na­tio­nal­mann­schaft. Ei­gens für die auf 250 Ex­em­pla­re li­mi­tier­te DFB-Edi­ti­on ha­ben die De­si­gner den Mi­nu­ten­zäh­ler mo­di­fi­ziert. Ei­ne wei­ße Mi­nu­te­rie auf schwar­zem Hin­ter­grund mar­kiert 45 Mi­nu­ten, al­so die Spiel­dau­er ei­ner Halb­zeit, die dar­auf­fol­gen­den ro­ten Zif­fern ste­hen für die Nach­spiel­zeit.

Löw setzt mo­di­sche Stan­dards nicht nur in Sa­chen Zeit­mes­ser, Ober­hem­den und blau­en Strick­ja­cken (die Stren­es­se-Car­di­gans, fünf Knöp­fe, V-Aus­schnitt, 239 Eu­ro, pas­send zu sei­nem mas­ku­li­nen Chic). Der Mann, dem die Män­ner ver­trau­en, bringt sei­nen Ge­schlechts­ge­nos­sen auch die Haut­pfle­ge bei und er­klärt im Wer­be­Auf­trag von Ni­vea: „Spiel­ta­ge sind Fest­ta­ge mit Mil­lio­nen Zu­schau­ern an den Bild­schir­men und Zig­tau­sen­den im Sta­di­on. Da ge­hört ei­ne gu­te Klei­dung da­zu und ei­ne ent­spre­chen­de Pfle­ge der Haut.“

Un­ser Ober-Coach küm­mert sich: Kein Wun­der, dass sei­ne Haut zart aus­sieht, sein Haar­schopf oh­ne ei­ne graue Sträh­ne schön strub­be­lig fällt und er mit sei­nen 50 Jah­ren aus­ge­spro­chen ju­gend­lich wirkt. Der Job des Bun­des­trai­ners hält ihn frisch und hat ihn reich ge­macht. Auf 4,5 Mil­lio­nen Eu­ro wird sein Jah­res­ein­kom­men ta­xiert – drei Mil­lio­nen vom DFB, den Rest kas­siert er durch die Wer­be­ver­trä­ge bei TUI, Ni­vea und Deut­sche Ver­mö­gens­be­ra­tung. War­um Löw? Die Wer­be­part­ner sa­gen: Er ver­kör­pert Zu­ver­läs­sig­keit, Kom­pe­tenz, Er­folg und Stil. Da­von träumt eben auch so manch an­de­rer Mann.

FO­TO: DPA

Im­mer mit den rich­ti­gen Ac­ces­soires un­ter­wegs: Fuß­ball-Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw am Flug­ha­fen.

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