si­cher an­le­gen

Rheinische Post Goch - - Immobilien& Geld -

so Ropertz, „fal­len die un­ter­schied­lichs­ten Ge­büh­ren an: Auf­nah­me­ge­bühr, Jah­res­ge­bühr, x Pro­zent der Bürg­schafts­sum­me und so wei­ter.“ Letzt­lich sei­en Kau­ti­ons­bürg­schaf­ten und -po­li­cen teu­er.

Ein sol­cher An­bie­ter ist der Ver­ein Deut­scher Miet­kau­ti­ons­bund. Der Kun­de zahlt hier ei­ne Prä­mie an die Ver­si­che­rung. Ak­tu­ell sei­en dies drei bis sechs Pro­zent pro Jahr, so der Ver­ein. Bei­spiel: Es sind drei Kalt­mie­ten als Kau­ti­on fäl­lig, ins­ge­samt 2100 Eu­ro. Für die Miet­bürg­schaft des Ver­eins sind jähr­lich 98,70 Eu­ro fäl­lig – bei ei­nem Zins­satz von 4,70 Pro­zent. In fünf Jah­ren sum­miert sich das auf 493,50 Eu­ro. Das lohnt sich oft nur dann, wenn der Mie­ter sonst über Jah­re hin­weg ei­nen teu­ren Di­s­po-oder Über­zie­hungs­kre­dit in An­spruch neh- men müss­te. Und: Die Bo­ni­täts­prü­fung des Mie­ters muss zu­vor po­si­tiv aus­fal­len. Hin­zu kommt bei die­ser Va­ri­an­te ei­ne Auf­nah­me­ge­bühr von 9,90 Eu­ro.

Der Mie­ter­bund gibt fer­ner zu be­den­ken, auf die­se Form der Miet­kau­ti­on kön­ne nur zu­rück­ge­grif­fen wer­den, wenn der Ver­mie­ter da­mit ein­ver­stan­den sei. Ul­rich Ropertz: „Der setzt in al­ler Re­gel eher auf die so­ge­nann­te Bar­kau­ti­on.“ Denn auf die hat der Ver­mie­ter di­rekt Zu­griff. Der Mie­ter zahlt den Kau­ti­ons­be­trag dann nach Ver­trags­ab­schluss bar oder per Über­wei­sung an den Ver­mie­ter. Bar­zah­ler soll­ten sich un­be­dingt ei­ne Quit­tung aus­stel­len las­sen.

Der Ver­mie­ter muss die Kau­ti­on kon­kurs­fest und ge­trennt von sei­nem sons­ti­gen Ver­mö­gen auf ei­nem Son­der- kon­to an­le­gen. Das tut längst nicht je­der Ver­mie­ter. Mie­ter soll­ten im Zwei­fel von ih­rem Woh­nungs­ge­ber den ent­spre­chen­den Nach­weis an­for­dern. Sonst ist das Geld weg, wenn der Ver­mie­ter in In­sol­venz ge­rät. Er­bringt der Ver­mie­ter den Nach­weis nicht, darf der Mie­ter die wei­te­ren Ra­ten­zah­lun­gen der Kau­ti­on zu­rück­be­hal­ten. Dar­auf weist der Nürn­ber­ger Fach­an­walt Dirk Clau­sen hin. „Lau­fen­de Mie­ten ein­zu­be­hal­ten, ist aber ris­kant, weil dies in der Recht­spre­chung um­strit­ten ist.“

Auf dem Son­der­kon­to wird der Be­trag mit ei­nem für Spar­an­la­gen üb­li­chen Zins­satz ver­zinst. Ta­ges­geld­kon­ten brin­gen in Hoch­zins­zei­ten deut­lich mehr als Spar­bü­cher. Ak­tu­ell ist der Un­ter­schied aber we­gen der nied­ri­gen Leit­zin­sen eher mä­ßig.

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