„Work-first“-An­ge­bot be­wirkt po­si­ti­ve Ent­wick­lun­gen

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL -

KREIS KLE­VE Der „Work-first“-An­satz der Job­cen­ter im Kreis Kle­ve stellt die schnel­le und vor­ran­gi­ge In­te­gra­ti­on in Ar­beit und die Ei­gen­in­itia­ti­ve der Be­trof­fe­nen in den Mit­tel­punkt. Ins­be­son­de­re Ar­beits­lo­se, die nach zwei Jah­ren am An­fang ei­ner even­tu­el­len Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit ste­hen, sol­len zwei Mo­na­te lang in­ten­siv nach ei­nem neu­en Job su­chen.

Vier Kom­mu­nen set­zen seit Som­mer 2014 das „Work-first“-An­ge­bot ein. In Goch, Keve­la­er, Kle­ve und Rees konn­ten bis­lang ins­ge­samt 262 In­ter­es­sen­ten das Chan­cen­an­ge­bot der Job­cen­ter in An­spruch neh­men. Von den 202 Kun­den, die das Pro­jekt zwei Mo­na­te lang ge­nutzt ha­ben, fan­den 95 ei­ne Ar­beits­stel­le, was ei­ner Ver­mitt­lungs­quo­te von et­wa 47 Pro­zent ent­spricht.

Die ak­tu­el­le Sta­tis­tik „Grund­si­che­rung für Ar­beit­su­chen­de“des Job­cen­ters Kreis Kle­ve weist im Mo­nats­be­richt März ei­ni­ge po­si­ti­ve Ent­wick­lun­gen aus. Im Er­geb­nis gab es er­neut ei­ne ho­he Zahl an Ver- mitt­lun­gen und erst­mals we­ni­ger Be­darfs­ge­mein­schaf­ten. Die Zahl der Ver­mitt­lun­gen in Be­schäf­ti­gung lag im Fe­bru­ar bei ins­ge­samt 292. Deut­lich ge­stie­gen sind die In­te­gra­tio­nen in ei­ne Voll­zeit­be­schäf­ti­gung (111). Be­son­ders er­freu­lich ist, dass ins­ge­samt zwei von drei Ver­mitt­lun­gen in ei­ne so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Tä­tig­keit er­folg­ten – ob in Voll­zeit oder Teil­zeit. Im März 2015 hat sich die An­zahl der Be­darfs­ge­mein­schaf­ten im Kreis Kle­ve leicht auf 9179 ver­rin­gert (mi­nus 70). Von den ins­ge­samt 16 847 Be­trof­fe­nen sind 12 608 er­werbs­fä­hig. Bei den ver­blei­ben­den 4239 Per­so­nen han­delt es sich in der Re­gel um Kin­der.

Er­neut liegt der An­teil der Ein­woh­ner im Kreis Kle­ve, die Leis­tun­gen nach dem So­zi­al­ge­setz­buch (SGB) II be­zie­hen, mit 6,6 Pro­zent auf ver­gleichs­wei­se nied­ri­gem Ni­veau. Im Bund (7,5) und im Land NRW (9,2) wie auch in den Nach­bar­krei­sen We­sel (7,7) und Vier­sen (6,8) lie­gen die­se Wer­te teil­wei­se er­heb­lich hö­her.

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