Cy­ber-Kri­mi­nel­le im­mer ag­gres­si­ver

Rheinische Post Goch - - PANORAMA -

Bür­ger und Be­trie­be wer­den zu­neh­mend Op­fer von Ha­cker-Atta­cken.

DEN HAAG (dpa) Fäl­le von Er­pres­sung im In­ter­net neh­men er­schre­ckend zu, warn­te die eu­ro­päi­sche Po­li­zei­be­hör­de Europol. Sie be­ton­te zum Auf­takt ei­ner in­ter­na­tio­na­len Ex­per­ten­kon­fe­renz in Den Haag, im­mer mehr Bür­ger und Be­trie­be in Eu­ro­pa wür­den Op­fer von Ha­cker­At­ta­cken durch Cy­ber-Kri­mi­nel­le. „Cy­ber­cri­me ist ei­ne Wachs­tums­in­dus­trie“, heißt es.

Ver­bre­chen im und über das In­ter­net wür­den zu ei­ner zu­neh­men­den Be­dro­hung für Eu­ro­pa, war­nen die Er­mitt­ler. Kri­mi­nel­le in­fi­zier­ten Da­ten­be­stän­de, kon­trol­lier­ten sie oder stäh­len in gro­ßem Stil Da­ten. Sie miss­brauch­ten das In­ter­net für Be­trug, Dieb­stahl, Er­pres­sung, Geld­wä­sche oder Kin­der­por­no­gra­fie. Hin­ter den An­grif­fen auf Com- pu­ter und dem Da­ten-Dieb­stahl bei Un­ter­neh­men, Be­hör­den oder Pri­vat­leu­ten stün­den oft or­ga­ni­sier­te Ver­bre­cher­ban­den. Die­se kauf­ten sich im In­ter­net die Di­ens­te pro­fes­sio­nel­ler Ha­cker.

Gera­de Eu­ro­pa sei we­gen sei­ner ent­wi­ckel­ten di­gi­ta­len In­fra­struk­tur und we­gen des wach­sen­den Han­dels übers In­ter­net be­son­ders ge­fähr­det, be­tont Europol. Im­mer mehr Ap­pa­ra­te wie Han­dys, Ta­blets, TV oder Au­tos sind mit dem In­ter­net ver­bun­den. Bei der in­ter­na­tio­na­len Kon­fe­renz be­ra­ten 300 Ex­per­ten von Europol und In­ter­pol über wirk­sa­me Stra­te­gi­en ge­gen die In­ter­net-Kri­mi­na­li­tät. Sie ar­bei­ten zu­dem mit Si­cher­heits­ex­per­ten gro­ßer In­ter­net­un­ter­neh­men und dem fi­nan­zi­el­len Sek­tor zu­sam­men.

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