Rauch­ver­bot für El­tern

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON HORST THO­REN

In En­g­land wird jetzt das Rau­chen im Au­to ver­bo­ten, so­fern Kin­der an Bord sind. Und auch in Deutsch­land kön­nen sich Po­li­ti­ker ei­ne ent­spre­chen­de Re­ge­lung vor­stel­len. Be­trof­fen sind je­doch nur vier Pro­zent der El­tern, wie ei­ne ak­tu­el­le Um­fra­ge aus­weist. Es han­delt sich al­so um Ein­zel­fäl­le.

Über die Wirk­sam­keit der Maß­nah­me lässt sich eben­falls strei­ten. Schon des­halb, weil ein ent­spre­chen­des Ver­bot kaum zu kon­trol­lie­ren sein wird. Da müss­te die Po­li­zei ge­zielt nach rau­chen­den Au­to­fah­rern Aus­schau hal­ten und im Vor­bei­fah­ren auch noch die klei­nen Bei­fah­rer im Kin­der­sitz ent­de­cken. Das ist un­rea­lis­tisch, da wird wie­der ein­mal mit Ka­no­nen auf Spat­zen ge­schos­sen.

El­tern, so die be­rech­tig­te An­nah­me, wol­len das Bes­te für ihr Kind. Wer die Kin­der schüt­zen will, kann nur an die Ver­nunft der El­tern ap­pel­lie­ren. Die ei­ge­ne Ge­sund­heit zu rui­nie­ren, ist schon schlimm ge­nug. Die Ge­sund­heit der Kin­der aber soll­te Va­ter und Mut­ter heilig sein. Die­se Bot­schaft muss in­ten­siv ver­mit­telt wer­den. Das ist al­le­mal hilf­rei­cher als ein Ver­bot, das sich oh­ne­hin nicht durch­set­zen lässt. BE­RICHT

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