Gro­ßer Gar­ten­ab­fall wird künf­tig ab­ge­holt

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON SE­BAS­TI­AN LAT­ZEL

Keve­la­er stellt sein Sys­tem um. Sper­ri­ger Gar­ten­ab­fall kann nicht mehr zum Bau­hof ge­bracht wer­den, son­dern wird an der Haus­tür ab­ge­holt. Ra­sen­schnitt muss über die Bio­ton­ne ent­sorgt wer­den.

KEVE­LA­ER Der Herbst ist tra­di­tio­nell die Zeit, in der die Gar­ten­be­sit­zer ih­re Grün­an­la­gen noch ein­mal rich­tig in An­griff neh­men. Da­bei fällt dann auch je­de Men­ge Gar­ten­ab­fall an. Bis­lang brach­ten die Bür­ger al­les, was nicht in die Bio­ton­ne pass­te, zum Bau­hof. Der nahm Grün­schnitt und grö­ße­re Äs­te oder Wur­zeln kos­ten­los an. Die­ses Sys­tem wird jetzt um­ge­stellt. Im Herbst wird die Stadt ei­nen neu­en Ser­vice an­bie­ten und sper­ri­ge Gar­ten­ab­fäl­le di­rekt vor der Haus­tür ab­ho­len.

En­de Ok­to­ber ist der ers­te Sam­mel­ter­min, doch be­reits jetzt gibt es ers­te Nach­fra­gen zum neu­en Sys­tem. Das An­ge­bot sei pra­xis­fern, weil sich vie­le Ab­fäl­le wie Ro­sen­schnitt, Efeu oder He­cken­schnitt kaum bün­deln lie­ßen. Man be­fürch­te, dass ei­ni­ge Gar­ten­be­sit­zer jetzt ih­re Ab­fäl­le ein­fach in der Land­schaft ent­sor­gen.

Hier lie­ge ein Miss­ver­ständ­nis vor, das vor al­lem mit dem Be­griff „sper­ri­ge Gar­ten­ab­fäl­le“zu­sam­men­hän­ge“, so Klau­se Heynen vom Steu­er­amt. „Un­ter sper­ri­gen Gar­ten­ab­fäl­len sind näm­lich nur sol­che zu ver­ste­hen, die auf­grund ih­rer Grö­ße und nicht ih­rer Men­ge nicht in die Bio­ton­ne pas­sen“, er­läu­tert er. Ro­sen­schnitt, Efeu, He­cken­schnitt oder Grün­ab­fall vom Ra­sen­mä­hen ge­hö­re nicht zu „sper­ri­gem Gar­ten­ab­fall“. „Die­se Din­ge pas­sen in die Bio­ton­ne, viel­leicht nicht al­les auf ein­mal, dann müs­sen sie auf meh­re­re Ab­fuhr­ter­mi­ne ver­teilt wer­den.“

Pro­blem sei näm­lich auch ge­we­sen, dass vie­le Bür­ger beim Bau­hof gar kei­ne „sper­ri­gen Gar­ten­ab­fäl­le“ab­ge­lie­fert hät­ten, son­dern Din­ge, die ei­gent­lich in die Bio­ton­ne oder den Kom­pos­ter ge­hö­ren. Dies sei vor­wie­gend von Bür­gern ge­sche­hen, die gro­ße Gar­ten­grund­stü­cke hät­ten, aber auf ei­ne Bio­ton­ne ver­zich­te­ten, um Kos­ten zu spa­ren. Al­le Bür­ger sei­en mit Kos­ten für ei­ne Leis­tung be­als­tet wor­den, die nur we­ni­gen zu­gu­te kam. „Das war ge­büh­ren­recht­lich nicht hin­nehm­bar“, sagt Heynen.

Da­her ist jetzt das Sys­tem um­ge­stellt wor­den. So soll si­cher­ge­stellt wer­den, dass tat­säch­lich nur „sper­ri­ger Gar­ten­ab­fall“ab­ge­holt wird. Und Heynen stellt klar, dass al­le Ab­fäl­le, die die­se Vor­aus­set­zung nicht er­fül­len, auch lie­gen ge­las­sen wer­den.

Ab­ge­holt wer­den zum Bei­spiel Res­te von Sträu­chern oder Äs­te eben­so Wur­zeln. Die Äs­te dür­fen ma­xi­mal ei­nen Durch­mes­ser von zehn Zen­ti­me­ter ha­ben und 1,20 Me­ter lang sein. Ganz wich­tig ist, dass der Gar­ten­ab­fall ge­bün­delt wird. Sä­cke wer­den nicht ab­ge­holt, weil die Mit­ar­bei­ter sonst je­den über­prü­fen müss­ten, ob dort wirk­lich der pas­sen­de Gar­ten­ab­fall ent­hal­ten ist. Heynen hofft, dass sich das neue Sys­tem ein­spielt. In an­de­ren Städ­ten wie Gel­dern, Is­sum oder Wee­ze klap­pe es her­vor­ra­gend.

Der ers­te Sam­mel­ter­min fin­det am Don­ners­tag, 29. Ok­to­ber, in den Ent­sor­gungs­be­zir­ken 3 und 4 (In­nen­stadt) statt; ei­nen Tag spä­ter er­folgt die Samm­lung in den Ent­sor­gungs­be­zir­ken 1 und 2 (Ort­schaf­ten).

Die Ab­fuhr er­folgt nur nach vor­he­ri­ger An­mel­dung. Die­se kann te­le­fo­nisch un­ter der kos­ten­frei­en Hot­li­ne 0800 1747474 oder On­line er­fol­gen. Den ent­spre­chen­den Link fin­det man auf der Home­page der Stadt Keve­la­er.

FO­TO: STADT KEVE­LA­ER

So soll der Grün­ab­fall ge­bün­delt wer­den. Das Fo­to der Stadt zeigt auch, was un­ter sper­ri­gem Ab­fall ver­stan­den wird.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.