Ent­sor­gung der un­säg­li­chen „Mit­ein­an­der“Kis­te

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM -

Wie geht „Bau­aus­schuss“? (So muss man die Fra­ge ja heu­te for­mu­lie­ren.) Aus Er­fah­rung (letzt­ma­lig ver­gan­ge­nen Di­ens­tag) geht es so : Pro­jekt Neu­be­bau­ung hin­ter der Sus- müh­le. Be­bau­ungs­plan (4 Staf­fel­ge­schoss­bau­ten à la Niers­wel­le plus Tief­ga­ra­ge) liegt vor. Auch die 2. Pla­n­of­fen­le­gung im Ju­li zei­tigt er­heb­li­che Ein­wän­de zahl­rei­cher An­lie­ger. Be­reits 2014 gab es die­se mas­siv. Nun die Sit­zung. Da sit­zen ca. 20 Aus­schuss­mit­glie­der wie stum­me Die­ner im Kreis. Ma­xi­mal drei oder vier mel­den sich zu Wort. Wer glaubt, dort wür­de re­ge dis­ku­tiert, irrt. War­um auch? Stadt­bau­rat Krantz hat die Sa­che im Griff, hat al­le Plä­ne und Ein­wän­de ge­prüft und für die durch­weg ab­leh­nen­de Stel­lung­nah­me – ge­nannt Be­schluss­vor­schlag – „viel Mü­he“auf­ge­wandt. „Wir soll­ten die Sa­che nicht neu auf­rol­len“, „Wir re­den heu­te zum 3. Mal dar­über“, und „Wir soll­ten den In­ves­tor nicht ver­grau­len“sind nur drei ge­mach­te Äu­ße­run­gen aus dem Kreis. Der In­ves­tor, der als Heils­brin­ger in sei­nem Mo­no­po­ly­spiel nun auf der Ecke Bahn­hof­str. / Sus­brü­cke in ei­nem neu ge­plan­ten Ge­bäu­de Bä- cke­rei mit Ca­fé ver­spricht. Was für ein ge­nia­ler Schach­zug ! Mei­ne Fra­ge ist, wie sich Sit­zungs­teil­neh­mer im Vor­feld mit den de­tail­lier­ten An­lie­ger­stel­lung­nah­men be­schäf­ti­gen re­spek­ti­ve ob sie be­reit sind, de­ren Po­si­ti­on auch mal nur an­satz­wei­se ein­zu­neh­men. Es gibt da­für nicht nur in die­ser Bau­aus­schuss­sit­zung kei­nen Hin­weis. Auch klar: Wenn ei­ne Stadt kein Gestal­tungs­kon­zept hat, und das schließt eben nicht nur Grund­ris­se, son­dern auch Bausti­le ein, dann gibt es auch nichts zu dis- ku­tie­ren. „…An­ders­wo sind die Ge­bäu­de­ab­stän­de ge­rin­ger“war noch so ein Kom­men­tar. Er­nüch­ternd. In die­sem Sin­ne schla­ge ich vor, end­lich die­se un­säg­li­che „Mit­ein­an­der-Kis­te“zu ent­sor­gen, die al­lent­hal­ben bei den Bür­gern in Goch ho­he Er­war­tun­gen weckt. Aus ihr trieft letzt­lich nur Ver­lo­gen­heit. Mein Be­zug sind di­ver­se Er­fah­run­gen nicht nur in die­sem Jahr bei Kon­tak­ten zu Äm­tern und Po­li­ti­kern.

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