Me­wes: „Oh­ne To­re gibt es kei­nen Sieg“

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON HANS-GERD SCHOUTEN

Fuß­ball-Ober­li­ga: Der SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter emp­fängt den Ta­bel­len­fünf­ten TuRU Düsseldorf. Das Team von der Düf­fels­müh­le war­tet nach acht Sai­son­spie­len im­mer noch auf den ers­ten Sieg. Der An­stoß er­folgt am Sonn­tag um 15 Uhr.

Es hat wahr­lich schon schö­ne­re Zei­ten ge­ge­ben für den SV Hön­ne­pelNie­der­mörm­ter. Mit nur drei Zäh­lern aus acht Spie­len zie­ren die Man­nen von Trai­ner „Schorsch“Me­wes das Ta­bel­len­en­de und müs­sen nun all­mäh­lich mit ei­ner Auf­hol­jagd be­gin­nen. Am Sonn­tag ge­nie­ßen die Man­nen vom „be­ben­den Acker“wie­der Heim­recht, tref­fen an der Düf­fels­müh­le auf den Ta­bel­len­fünf­ten TuRU Düsseldorf. Der ers­te Sieg muss her, an­sons­ten wür­de sich die oh­ne­hin schon pre­kä­re La­ge noch wei­ter ver­schär­fen. Me­wes ist um sei­nen Job mo­men­tan nicht zu be­nei­den, doch der ewi­ge Op­ti­mist im Trai­ner­amt ist si­cher, dass die Son­ne auch für sein Team in den nächs­ten Wo­chen wie­der öf­ter schei­nen wird.

Er ist noch im­mer mit dem Aus­wärts­match bei Ger­ma­nia Ra­tin­gen be­schäf­tigt. Nicht aus dem Ge­dächt­nis ver­schwin­den las­sen kann er die letz­ten Spiel­mi­nu­ten. 89. Mi­nu­te: San­dro Leim­bruch läuft nach Zu­spiel von Den­nis Ter­wiel al­lein auf den geg­ne­ri­schen Tor­hü­ter zu und ver­sucht ei­nen Bein­schuss, der miss­lingt. 90. Mi­nu­te: Da­ni­el Kei­taRu­el um­kurvt Tim Wei­chelt im Hö.Nie.-Tor und ver­senkt die Ku­gel zum ent­schei­den­den 1:0. Bit­te­rer kann ei­ne Nie­der­la­ge wirk­lich nicht sein. Und Me­wes fügt vol­ler Ent­täu­schung hin­zu: „Und schon vor der Pau­se hat­ten wir vier bis fünf gu­te Mög­lich­kei­ten. Aber wenn man kei­ne To­re schießt, kann man auch kei­ne Spie­le ge­win­nen.“

Ge­gen die TuRU muss nun ein wei­te­rer An­lauf ge­nom­men wer­den. Die von Frank Zil­les trai­nier­te Trup­pe aus der Lan­des­haupt­stadt reist mit der Emp­feh­lung von drei Aus­wärts­sie­gen an (3:1 in Kal­kum-Witt­la­er, 2:0 bei der U23 des MSV Duis­burg, 1:0 in Ra­tin­gen) an. Zu­dem er­reich­te sie ein 4:4 in Ka­pel­len-Erft, ist al­so aus­wärts noch un­ge­schla­gen.

Und nun soll aus­ge­rech­net der Ta­bel­len­letz­te der TuRU die ers­te Nie­der­la­ge auf ei­nem frem­den Platz bei­brin­gen? Me­wes glaubt, dass sei­ne Schütz­lin­ge dies schaf­fen kön­nen, weil er mit der am Vor­sonn­tag ge­zeig­ten Leis­tung sehr zu­frie­den war: „Selbst die Ra­tin­ger An­hän­ger ha­ben ge­sagt, dass wir das Spiel hät­ten ge­win­nen müs­sen. Aber da­für kön­nen wir uns nichts kau­fen. Wir müs­sen drin­gend un­se­re Pech­sträh­ne be­en­den.“

An­lass, zu­ver­sicht­lich zu sein, hat er, denn die Dar­bie­tung in Ra­tin­gen war gut, hätt­te ei­gent­lich mit drei Punk­ten be­lohnt wer­den müs­sen. „Im Mo­ment läuft al­les ge­gen uns, das wird sich aber auch wie­der än­dern“, hofft Me­wes, dass der Fuß­ball­gott bald wie­der auf der Sei­te des SV Hö.-Nie. steht.

„Es wird höchs­te Zeit, dass wir end­lich den ers­ten Sieg lan­den“

Ge­org „Schorsch“Me­wes

Dass man sich im Ab­stiegs­kampf be­fin­det, ist al­len Be­tei­lig­ten klar, doch noch ist nicht ein­mal ein Vier­tel al­ler Spie­le ab­sol­viert. 26 Be­geg­nun­gen sind noch zu spie­len, da kann sich schnell die La­ge ver­bes­sern, wenn man ein­mal ei­ne klei­ne Er­folgs­se­rie star­ten kann. Me­wes: „Die in der Ta­bel­le vor uns plat­zier­ten Mann­schaf­ten sind noch in Schlagdis­tanz. Es wird aber höchs­te Zeit, dass wir end­lich den ers­ten Sieg lan­den.“

Dies muss man in zwei Ta­gen mit ei­nem wie­der ein­mal re­du­zier­ten Ka­der an­ge­hen. Auf je­den Fall feh­len wird Tim Sei­del. Den­nis Ko­n­arskis An­ruf beim Trai­ner, mit ei­ner Grip­pe flach zu lie­gen, könn­te die Per­so­nal­not noch er­hö­hen. And­re Trie­nen­jost hat wie­der mit dem Lauf­trai­ning be­gon­nen, sein Ein­satz ge­gen TuRU ist aber eher un­wahr­schein­lich. Doch wel­che Mann­schaft Me­wes auch im­mer aufs Feld schickt, drei Punk­te müs­sen her, um ru­hi­ger in die Zu­kunft bli­cken zu kön­nen.

RP-FO­TO: ACHIM BLAZY

Der Ra­tin­ger Sa­hin Ayas (2.v.l.) vi­siert aus 20 Me­tern Ent­fer­nung das geg­ne­ri­sche Tor an. Tarek Stau­de, Mit­tel­feld­spie­ler der Schwarz-Gel­ben, kommt et­was zu spät, um sei­nen Fuß noch in die Schuss­bahn zu be­kom­men.

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