Seit 1901: In der Schwe­be­bahn über die Wup­per

Rheinische Post Goch - - KLECKS KLEVER ERKLÄRT’S -

In Wup­per­tal gibt es ei­ne ganz be­son­de­re Bahn. Dort fah­ren die Leu­te mit ei­ner Schwe­be­bahn durch die Stadt. Doch so rich­tig schwebt die Bahn gar nicht. Sie hängt – und sie ist so et­was wie das Mas­kott­chen der Stadt. „Die Schwe­be­bahn ist im Prin­zip ei­ne Stra­ßen­bahn, nur eben auf­ge­hängt“, sagt Hol­ger Ste­phan. Er ist ein Ex­per­te zum The­ma Schwe­be­bahn. Da­her ist der Na­me Schwe­be­bahn auch nicht ganz rich­tig. „Die Bahn schwebt ja nicht wirk­lich“, sagt Ste­phan. Da­mit die Bahn fah­ren kann, wird ein rie­si­ges, schwe­res und lan­ges Ge­rüst aus Stahl be­nö­tigt. Es sieht aus wie ei­ne Art Brü­cke mit Stüt­zen an der Sei­te. Oben, in der Mit­te des Ge­rüsts, ver­lau­fen zwei lan­ge Schie­nen. Ei­ne Schie­ne für je­de Fahrt­rich­tung. „Das ist so­zu­sa­gen die Fahr­bahn“, er­klärt Hol­ger Ste­phan. Auf der Schie­ne rol­len die Rä­der der Wa­gen. An den Rä­dern ist ei­ne Art Arm an­ge­bracht. Die­ser ver­bin­det die Rä­der mit dem Wa­gen. Denn der Wa­gen hängt di­rekt un­ter­halb der Schie­ne. Wenn die Schwe­be­bahn fährt, sieht das al­so ein biss­chen so aus, als wür­de sie schwe­ben. Die Bahn ver­kehrt seit 114 Jah­ren. Als die Idee da­zu ent­stand, gab es die Stadt Wup­per­tal noch gar nicht. Es gab aber zwei klei­ne­re Städ­te: Bar­men und El­ber­feld. Sie lie­gen in ei­nem en­gen Tal, dar­in ver­läuft der Fluss Wup­per. Die bei­den Städ­te wuch­sen im Lau­fe der Zeit zu­sam­men. Dar­aus wur­de die Stadt Wup­per­tal. Heu­te fährt die Bahn von ei­nem En­de der Stadt ans an­de­re. Das dau­ert et­wa ei­ne hal­be St­un­de. dpa

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