Stra­te­gi­sche Be­glei­tung ist das Stich­wort

Rheinische Post Goch - - EXTRA - VON PATRICK PE­TERS

Ju­li­us Bär in Düsseldorf wächst seit Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich, ins­be­son­de­re aus dem Kun­den­be­stand her­aus. Für Nie­der­las­sungs­lei­ter Hans­pe­ter Sau­ter ist dies das Er­geb­nis der pro­fes­sio­nel­len Be­ra­tung, die über den Tel­ler­rand hin­aus­blickt.

Hans­pe­ter Sau­ter ist bes­ter Stim­mung, wes­halb soll­te er auch nicht. Schließ­lich ent­wi­ckeln sich die Ge­schäf­te der Pri­vat­bank Ju­li­us Bär in Deutsch­land und die sei­ner Düs­sel­dor­fer Nie­der­las­sung sehr gut. „Wir sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hier am Stand­ort sehr stark ge­wach­sen, wäh­rend die Bank als ein­zi­ge der Schwei­zer Pri­vat­ban­ken in Deutsch­land nach­hal­tig schwar­ze Zah­len schreibt.“Be­son­ders freut sich Hans­pe­ter Sau­ter, der un­ter an­de­rem als Ho­no­rar­kon­sul sei­nes Hei­mat- lan­des Schweiz stark in das ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Le­ben in Düsseldorf und der Re­gi­on ein­ge­bun­den ist, dar­über, dass die­ses Wachs­tum der Nie­der­las­sung nicht nur über neue Kun­den zu­stan­de ge­kom­men ist und wei­ter­hin zu­stan­de kommt, son­dern vor al­lem auch aus dem Man­dan­ten­be­stand. „Un­se­re Kun­den sto­cken ih­re Port­fo­li­os auf und emp­feh­len uns wei­ter. Das ist ein gro­ßes Lob für uns“, sagt Hans­pe­ter Sau­ter.

Sol­ches Wachs­tum kön­ne aber nur ge­lin­gen, wenn die Qua­li­tät in Ver­mö­gens­ver­wal­tung und Be­ra­tung stim­me, be­tont Sau­ter. „Wir müs­sen je­den Tag ei­nen spür­ba­ren Mehr­wert für den Kun­den stif­ten. Und der liegt eben nicht nur in der rei­nen Port­fo­li­o­ver­wal­tung, son­dern in der um­fas­sen­den Be­glei­tung bei den viel­fäl­ti­gen Fra­ge­stel­lun­gen, die für ei­nen ver­mö­gen­den Pri­vat­kun­den ei­ne Rol­le spie­len. Wir bli­cken im­mer über den Tel­ler­rand hin­aus.“Und so sieht der Nie­der­las­sungs­lei­ter die Ju­li­us Bär-Be­treu­er als „Le­bens­be­ra­ter“, die bei­spiels­wei­se über Chan­cen und Ri­si­ken bei Im­mo­bi­li­en­käu­fen auf­klä­ren, über Vor­sor­ge­voll­mach­ten, leb­zei­ti­ge Schen­kun­gen, Ver­mö­gens­nach­fol­ge und mehr in­for­mie­ren – aber nicht je­den Ein­zel­ti­tel dis­ku­tie­ren. „Ob wir Ti­tel A oder Ti­tel B kau­fen, ist ei­ne Ent­schei­dung, die wir in der Ver­mö­gens­ver­wal­tung na­tür­lich selbst tref­fen. Da ver­trau­en uns die Kun­den.“

Dass die An­la­ge­stra­te­gie des Hau­ses er­folg­reich ist, zei­gen die Er­trä­ge in den Port­fo­li­os. Gera­de Ak­ti­en-star­ke De­pots hät­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gu­te Ge­win­ne er­zielt. Auch des­halb, weil die An­le­ger wie­der Ri­si­ko-af­fi­ner ge­wor­den sei­en. „Schwan­kun­gen wer­den heu­te mehr und mehr ak­zep­tiert, mög­li­che Ver­wer­fun­gen wie die Grie­chen­lan­dK­ri­se füh­ren nicht mehr zu Pa­nik. Gleich­zei­tig sind aber auch die Ren­di­te­er­war­tun­gen ge­stie­gen“, sagt Hans­pe­ter Sau­ter. Die­se Ent­wick­lung hat des­halb zu ei­ner Ri­si­ko-ad­jus­tier­ten Be­ra­tung ge­führt. „Wir müs­sen im­mer die mög­li­chen Kon­se­quen­zen und Sze­na­ri­en ei­ner An­la­ge­ent­schei­dung auf­zei­gen. Wenn bei­spiels­wei­se ein Ru­he­ständ­ler, der von sei- nen Ver­mö­gens­er­trä­gen lebt, sei­ne Ak­ti­en­quo­te sub­stan­zi­ell er­hö­hen will, müs­sen wir ihm er­läu­tern, was Ver­lus­te für sei­ne Er­trä­ge be­deu­ten könn­ten.

Wachs­tum kann nur ge­lin­gen, wenn die Qua­li­tät in Ver­mö­gens­ver­wal­tung und

Be­ra­tung stimmt Mit je­dem An­le­ger wird ein­mal pro Jahr ein um­fang­rei­ches Stra­te­gie­ge­spräch

ge­führt

Will er das Ri­si­ko ein­ge­hen, set­zen wir die neue Stra­te­gie na­tür­lich um. Schließ­lich ori­en­tie­ren wir uns an den Kun­den­wün­schen.“

Stra­te­gi­sche Be­glei­tung sei das Stich­wort in die­sem Kon­zept. Mit je­dem An­le­ger wer­de ein­mal pro Jahr ein um­fang­rei­ches Stra­te­gie­ge­spräch ge­führt, und je­der Be­ra­ter trifft sei­ne Kun­den min­des­tens zwei­mal jähr­lich. Die­se en­ge Be­glei­tung ha­be da­zu ge­führt, dass die Kun­den für Ri­si­ken und Chan­cen sen­si­bi­li­siert sei­en. „Uns al­len ist klar: Der nächs­te Crash an den Bör­sen kommt, wir wis­sen aber nicht wann. Es exis­tie­ren im­mer Fak­to­ren, die nicht steu­er­bar sind, die aber ei­nen sol­chen Crash aus­lö­sen kön­nen.“

Ein The­ma, das bei Ju­li­us Bär re­gel­mä­ßig dis­ku­tiert wird, ist die Di­gi­ta­li­sie­rung in der Fi­nanz­in­dus­trie. Hans­pe­ter Sau­ter ist der Auf­fas­sung, dass der Be­darf an so­ge­nann­ten Fin­Tech-Lö­sun­gen bei nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen groß sei – aber dass der Be­ra­ter eben auch un­er­setz­lich sei. „Mit ei­nem Com­pu­ter kann der An­le­ger, zu­min­dest Stand heu­te, kei­ne stra­te­gi­schen Fra­ge­stel­lun­gen dis­ku­tie­ren. Wir se­hen Fin­Tech als sinn­vol­les In­stru­ment an, uns in der Ar­beit zu un­ter­stüt­zen.“Au­ßer­dem, so der Nie­der­las­sungs­lei­ter, müss­ten Be­ra­ter ein­fach im­mer bes­ser wer­den, wenn die di­gi­ta­le Kon­kur­renz wach­se.

FO­TO: MICHAEL LÜB­KE

Hans­pe­ter Sau­ter lei­tet die Düs­sel­dor­fer Nie­der­las­sung von Ju­li­us Bär und sagt: „Wir sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hier am Stand­ort sehr stark ge­wach­sen.“

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