Re­gio­nal ver­wur­zelt: nach­hal­ti­ger Er­folg

Rheinische Post Goch - - EXTRA - VON JO­SÉ MA­CI­AS

Ih­re Ge­schäfts­stra­te­gie ist au­ßer­ge­wöhn­lich: Die Es­se­ner Na­tio­nal­Bank setzt seit über 90 Jah­ren be­wusst auf die Stär­ken der Re­gi­on. An Rhein und Ruhr, im Ber­gi­schen- und im Müns­ter­land hat die Pri­vat­bank da­mit nach­hal­ti­gen Er­folg.

Es gab Zei­ten, da galt die Grö­ße ei­ner Bank in­ter­na­tio­nal als Zei­chen ih­res Er­folgs. Das hat sich seit 2008 re­la­ti­viert, denn es wa­ren gera­de gro­ße In­sti­tu­te wie Leh­man Bro­thers & Co., die das Fi­nanz­sys­tem ins Wan­ken brach­ten. Es geht auch an­ders, wie das Bei­spiel der Na­tio­nal-Bank zeigt.

Das Bank­haus mit Sitz in Es­sen ist be­wusst „nur“re­gio­nal mit dem Fo­kus auf Nord­rheinWest­fa­len auf­ge­stellt. Im Jahr 1921 durch die Christ­li­che Ge­werk­schafts­be­we­gung ge­grün­det, ist die Na­tio­nal-Bank heu­te als ei­ne der bun­des­weit füh­ren­den un­ab­hän­gi­gen Re­gio- nal­ban­ken mit brei­ter Ak­tio­närs­struk­tur tief an Rhein und Ruhr, im Ber­gi­schen- und im Müns­ter­land ver­wur­zelt. Das stellt nicht nur das Mit­tel­stands­ge­schäft, son­dern auch die Be­treu­ung ver­mö­gen­der Kun­den un­ter Be­weis. Das In­sti­tut hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in die­sem Be­reich ins­be­son­de­re in das Re­se­arch in­ves­tiert. „Für Un­ter­neh­mer und Frei­be­ruf­ler ha­ben wir ein durch Kom­pe­tenz ge­tra­ge­nes Be­ra­tungs­an­ge­bot, das spe­zi­ell auf ih­re Be­dürf­nis­se zu­ge­schnit­ten ist“, be­rich­tet Dr. Kirs­ten Tee­gen, Be­reichs­lei­te­rin des As­set Ma­nage­ment bei der Na­tio­nal-Bank und Vor­sit­zen­de der Ge­schäfts­füh­rung ih­rer Toch­ter­ge­sell­schaft, der Na­tio­nal­Bank Ver­mö­gens­treu­hand.

Die Na­tio­nal-Bank Ver­mö­gens­treu­hand wur­de vor ei­ni­gen Jah­ren ge­grün­det, um die spe­zi­el­len An­for­de­run­gen ver­mö­gen­der Kun­den noch bes­ser be­rück­sich­ti­gen zu kön­nen. „Die in­halt­li­che Band­brei­te der Nach­fra­ge un­se­rer Kun­den ist groß. Sie wol­len nicht nur in der Geld­an­la­ge, son­dern in al­len An­ge­le­gen­hei­ten ih­res Ver­mö­gens so­li­de be­treut wer­den“, so die

Dr. Kirs­ten Tee­gen Ge­schäfts­füh­re­rin. „Das be­zieht sich un­ter an­de­rem auf die Un­ter­neh­mens­nach­fol­ge und ih­re fi­nanz­pla­ne­ri­schen Kon­se­quen­zen, die mög­li­che Grün­dung ei­ner Stif­tung oder die um­fas­sen­de Be­glei­tung durch un­ser Fa­mi­ly Of­fice.“

Das macht die Na­tio­nal­Bank of­fen­bar auch so er­folg­reich. Die Bi­lan­zen der ver­gan­ge­nen Jah­re zei­gen, dass das In­sti­tut mit dem Er­folg ih­rer Kun­den ge­wach­sen ist. Das macht sich auch in der Ge­sell­schaf­ter­struk­tur be­merk­bar. Ob­wohl die Si­gnal Idu­n­aG­rup­pe rund ein Drit­tel der An­tei­le hält, hat die Na­tio­nal­Bank mehr als 5.000 Ei­gen­tü­mer.

Wie be­haup­tet sich ei­ne re­gio­na­le Pri­vat­bank ge­gen die Viel­zahl an­de­rer In­sti­tu­te, die zu­meist na­tio­nal oder in­ter­na­tio­nal auf­ge­stellt sind? „Wir sind so­li­de und ver­läss­lich. Un­se­re Kon­zern­un­ab­hän­gig­keit schließt In­ter­es­sens­kon­flik­te aus und un­ser Vor­stand, der ei­ne Viel­zahl un­se­rer Kun­den per­sön­lich kennt, steht für schnel­le Ent­schei­dungs­we­ge“, er­klärt Dr. Kirs­ten Tee­gen ei­ni­ge der Er­folgs­fak­to­ren. Das ist kein Lip­pen­be­kennt­nis, denn et­wa bei der Wahl der Pro­duk­te für die De­pots der Kun­den in der Ver­mö­gens­ver­wal­tung gilt: „In den De­pots lie­gen kei­ne ei­ge­nen Pro­duk­te!“

Ein Grund­satz, der die­ser Über­zeu­gung folgt, sei die „seit Jahr­zehn­ten ge­leb­te Ver­pflich­tung, dass die Pro­duk­te der Bank aus­schließ­lich den in­di­vi­du­el­len In­ter­es­sen der Kun­den und de­rer, die es wer­den wol­len, die­nen dür­fen“. Be- mer­kens­wert ist auch, dass die Na­tio­nal-Bank nach wie vor über ein ei­ge­nes Re­se­arch ver­fügt. „Zwi­schen un­se­rem Re­se­arch und un­se­ren Be­ra­tern gibt es ei­nen en­gen Aus­tausch, denn nur so kön­nen wir un­se­ren Kun­den die In­di­vi­dua­li­tät auch tat­säch­lich ge­währ­leis­ten, die sie su­chen. Au­ßer­dem hat ein klei­nes In­sti­tut mit sta­bi­len Struk­tu­ren ei­nen un­schätz­ba­ren Vor­teil: Ent­schei­dun­gen fal­len im Sin­ne des Kun­den schnell.“

Be­son­ders bei mit­tel­stän­di­schen Fir­men­kun­den punk­tet das In­sti­tut mit sei­nem brei­ten An­ge­bot. Ne­ben klas­si­schen Fi­nan­zie­run­gen al­ler Art, auch im Au­ßen­han­del, der Zins- und Wäh­rungs­ab­si­che­rung, die Gestal­tung ei­ner Un­ter­neh­mens­nach­fol­ge oder die Grün­dung ei­ner Stif­tung – die Be­ra­ter der Na­tio­nal-Bank kön­nen auf ein brei­tes Wis­sen zu­rück­grei­fen. „Die Nach­fra­ge nach Fa­mi­ly-Of­fice-Lö­sun­gen ist zu­letzt stark ge­stie­gen. Gera­de hier ist ei­ne um­fas­sen­de Kennt­nis des Un­ter­neh­mers und sei­ner Fa­mi­lie ei­ne un­ab­ding­ba­re Vor­aus­set­zung“, er­läu­tert die Ver­mö­gens­ex­per­tin. Die Grün­dung der Na­tio- nal-Bank Ver­mö­gens­treu­hand war da­her aus ih­rer Sicht die rich­ti­ge Ent­schei­dung zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Und noch ein Ge­schäfts­zweig wächst mun­ter: Stif­tun­gen. „Es sind vor al­lem sehr ver­mö­gen­de Pri­vat­kun­den, die im­mer häu­fi­ger ei­ne ge­mein­nüt­zi­ge Stif­tung grün­den wol­len. Wir hel­fen nicht nur bei der Grün­dung, son­dern bie­ten auch al­le wei­te­ren Di­enst­leis­tun­gen an, die da­mit ver­bun­den sind. Un­se­re Ju­ris­ten der Ver­mö­gens­treu­hand sind hoch­spe­zia­li­siert. Selbst­ver­ständ­lich hel­fen wir auch bei der For­mu­lie­rung der rich­ti­gen An­la­ge-Stra­te­gie.“

Dr. Kirs­ten Tee­gen ist da­her da­von über­zeugt, dass Com­pu­ter in die­sem Be­reich nicht die Be­ra­ter ver­drän­gen wer­den, im Ge­gen­teil: „Kom­plex struk­tu­rier­te Ver­mö­gen er­for­dern ei­nen ho­hen Be­ra­tungs­be­darf und viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen für die Wün­sche und Her­aus­for­de­run­gen, de­nen sich un­se­re Kun­den stel­len müs­sen. Da­für brau­chen wir auch zu­künf­tig ex­zel­lent aus­ge­bil­de­te Be­ra­ter, die ih­ren Com­pu­ter als Hilfs­mit­tel ein­set­zen.“

„Die in­halt­li­che Band­brei­te der Nach­fra­ge un­se­rer Kun­den ist groß“

Na­tio­nal-Bank

Be­son­ders bei mit­tel­stän­di­schen Fir­men­kun­den punk­tet das

In­sti­tut

FO­TO: MICHAEL LÜB­KE

Dr. Kirs­ten Tee­gen, Be­reichs­lei­te­rin des As­set Ma­nage­ment bei der Na­tio­nal-Bank und Vor­sit­zen­de der Ge­schäfts­füh­rung der Toch­ter­ge­sell­schaft Na­tio­nal-Bank Ver­mö­gens­treu­hand

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