Com­merz­bank treibt die Di­gi­ta­li­sie­rung vor­an 50 Be­ra­ter, da­von sie­ben Wert­pa­pier-Ma­na­ger, und sehr zu­frie­de­ne Kun­den: Im Ge­schäft mit ver­mö­gen­den Pri­vat­kun­den läuft es für die Com­merz­bank in der Re­gi­on Düsseldorf rund. Und mit neu­en di­gi­ta­len Lö­sun­gen erö

Rheinische Post Goch - - EXTRA - VON PATRICK PE­TERS

Im Ban­ken­sek­tor herrscht Kon­so­li­die­rungs­druck, das spü­ren die Ge­schäfts- und Groß­ban­ken mit in­te­grier­tem Pri­va­te We­alth Ma­nage­ment ge­nau­so wie die tra­di­tio­nell eher klei­ne­ren Pri­vat­ban­ken. Die­ser rührt vor al­lem da­her, dass die Zins­flau­te die Er­trä­ge drückt bei gleich­zei­tig stei­gen­den Kos­ten auf­grund re­gu­la­to­ri­scher Vor­ga­ben – und führt da­zu, dass man­cher­orts kom­plet­te Ge­schäfts­mo­del­le dis- ku­tiert wer­den, um die Kos­ten nied­rig zu hal­ten.

Bei der Com­merz­bank be­tei­ligt man sich an die­ser Dis­kus­si­on nicht. Auch ein Rück­zug aus der Flä­che ist nicht ge­plant, im Ge­gen­teil – die bis­lang ope­rie­ren­den We­alth Ma­nage­ment-Stand­or­te wur­den um 23 auf bun­des­weit 65 er­wei­tert. „Wir wer­den wei­ter­hin Be­ra­tung und Ver­mö­gens­ver­wal­tung an­bie­ten“, sagt Frank Nier­haus, Nie­der­las­sungs­lei­ter Pri­va­te Kun­den Re­gi­on Düsseldorf.

„Und das hat ei­nen Grund: wir wol­len den Kun­den nicht vor­ge­ben, wel­che Leis­tun­gen sie in An­spruch neh­men dür­fen und wel­che nicht. Un­se­re Kun­den ge­ben uns den Weg vor, nicht um­ge­kehrt. Der Markt hat sich ver­än­dert. Das soll­ten al­le Ban­ken be­rück­sich­ti­gen.“Bei der Com­merz­bank be­deu­tet das ei­nen An­teil von ak­tu­ell 60 Pro­zent in Be­ra­tungs­man­da­ten, und auch klei­ne­re und mitt­le­re Ver­mö­gen kön­nen sich von den ins­ge­samt sie­ben Wert­pa­pier-Ma­na­gern am Stand­ort Düsseldorf bei der Geld­an­la­ge um­fas­send be­ra­ten las­sen. Ins­ge­samt sind 50 Be­ra­ter im Pri­va­te We­alth Ma­nage­ment der Com­merz­bank in der Lan­des­haupt­stadt tä­tig, da­mit zählt der Stand­ort zählt laut Frank Nier­haus zu den füh­ren­den der Bank in Deutsch­land und ge­hört, ge­mes­sen am Wett­be­werb, auch in Düsseldorf zu den Markt­füh­rern.

Die zu­neh­men­den Kun­den­be­dürf­nis­se nach On­li­nean­ge­bo­ten und Ser­vice auf al­len Ka­nä­len stellt den Ban­ken­sek­tor au­ßer­dem vor neue In­ves­ti­ti­ons­kos­ten, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben. Die Com­merz­bank treibt den Aus­bau zur Mul­ti­ka­nal­bank sub­stan­zi­ell mit In­ves­ti­tio­nen in Hö­he von 500 Mil­lio­nen Eu­ro vor­an.

On­line-Le­gi­ti­ma­ti­on, Ser­vice-Apps und Fo­to­über­wei­sun­gen sind kei­ne Zu­kunfts­mu­sik mehr. „Da­bei ist höchs­te Si­cher­heit maß­geb­lich. Als ers­te gro­ße Fi­li­al­bank ge­ben wir ei­ne Si­cher­heits­ga­ran­tie bei Nut­zung des Fo­to- oder Mo­bil-TAN-Ver­fah­rens im On­li­ne­ban­king“, er­klärt Frank Nier­haus. Die­se Si­cher­heit sei gera­de äl­te­ren Man­dan­ten sehr wich­tig, und laut dem Pri­vat­kun­den-Di­rek­tor nimmt gera­de die ge­ho­be­ne Kund­schaft im Pri­va­te We­alth Ma­nage­ment sol­che An­ge­bo­te sehr ger­ne wahr. Da­zu ge­hö­ren auch die Mög­lich­kei­ten, Or­der on­line ab­zu­set­zen oder ein­fa­che Be­ra­tungs­dienst­leis­tun­gen in An­spruch zu neh­men – über al­le Zu­gangs­ka­nä­le und von je­dem Ort der Welt aus.

„Die Kom­bi­na­ti­on aus di­gi­ta­len In­no­va­tio­nen, per­sön­li­cher Be­ra­tungs­qua­li­tät und Per­for­mance in der Geld­an­la­ge zu kom­bi­nie­ren, ist ein Kom­pe­tenz­be­weis an un­se­re Kun­den“, so Nier­haus. Denn ei­nes dür­fe man nicht ver­ges­sen: Am En­de des Ta­ges ste­he im­mer der Blick aufs Er­geb­nis. Blei­be un­term Strich nichts üb­rig und ste­he so­gar ei­ne Ne­ga­tiv­ren­di- te dort, tra­ge das nicht zur Zuf­rie­den­heit bei. „Die ho­hen Ren­di­te­er­war­tun­gen sind ver­schwun­den, wir dis­ku­tie­ren nicht mehr über 0,5 Pro­zent mehr oder we­ni­ger Er­trag im Jahr. Aber Er­trag muss ein­fach da sein, min­des­tens im Sin­ne des Ver­mö­gens­er­halts nach Ge­büh­ren, Steu­ern und In­fla­ti­on“, sagt Frank Nier­haus.

Dass das Mo­dell auf­geht, zei­gen dem Nie­der­las­sungs­lei­ter zu­fol­ge die re­gel­mä­ßi­gen Kun­den­be­fra­gun­gen zur Zuf­rie­den­heit mit der Bank so­wie Aus­zeich­nun­gen für die Kun­den­be­ra­tung. Ein Re­sul­tat die­ser Zuf­rie­den­heit: „Un­se­re Kun­den sind ge­las­sen. Auch bei den star­ken Schwan­kun­gen am Markt, die wir im Au­gust er­lebt ha­ben, gab es kei­ne Pa­nik­re­ak­tio­nen oder zahl­rei­che be­sorg­te An­ru­fe. Die An­le­ger ver­trau­en uns.“

„Der Markt hat sich ver­än­dert. Das soll­ten al­le Ban­ken be­rück­sich­ti­gen“

Er­trag muss ein­fach da sein, min­des­tens im

Sin­ne des Ver­mö­gens­er­halts

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On­line-Ban­king und an­de­re di­gi­ta­le Di­enst­leis­tun­gen er­ach­ten heu­te vie­le Bank­kun­den als selbst­ver­ständ­lich. Die Com­merz­bank treibt da­her den Aus­bau zur Mul­ti­ka­nal­bank vor­an.

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Frank Nier­haus, Nie­der­las­sungs­lei­ter Pri­va­te Kun­den Re­gi­on Düsseldorf bei der Com­merz­bank

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