In Zei­ten po­li­ti­scher Ver­wer­fun­gen und ho­her Vo­la­ti­li­tät an den Märk­ten ach­ten An­le­ger auf Si­cher­heit. Pri­vat­ban­ken punk­ten hier mit so­li­den Ge­schäfts­mo­del­len.

Rheinische Post Goch - - EXTRA - VON JÜR­GEN GRO­SCHE

Die welt­wei­ten Ver­wer­fun­gen auf den Ak­ti­en­märk­ten ha­ben kürz­lich wie­der ge­zeigt: Nichts ist si­cher heu­te. Ren­ten­pa­pie­re tra­gen das Ri­si­ko, dass ih­re Kur­se un­ter Druck ge­ra­ten, wenn denn doch mal die Zin­sen stei­gen. Zu­min­dest in den USA könn­te das bald be­vor­ste­hen. Man­che An­le­ger ken­nen die Ri­si­ken, nut­zen sie. An­de­re su­chen nichts als Si­cher­heit – ak­tu­ell mehr denn je. Von ih­nen steu­ern ei­ni­ge die Ben­ra­ther Stra­ße in Düsseldorf an. Dort hat die Nie­der­las­sung der Wal­ser Pri­vat­bank ih­ren Sitz. Nie­der­las­sungs­lei­ter Hans Stau­din­ger freut sich über wach­sen­des In­ter­es­se.

„Si­cher­heit und ins­be­son­de­re Wert­er­halt der Geld­an­la­ge sind un­ser Mar­ken­kern“, be­grün­det Stau­din­ger die Nach­fra­ge, die auch aus Emp­feh­lun­gen von Kun­den re­sul­tiert. Zum Si­cher­heits­kon­zept der Bank ge­hört zum Bei­spiel das so­ge­nann­te Ge­samt­ver­mö­gens­li­mit. „Der Kun­de kann mit uns ein ma­xi­ma­les Ri­si­ko­bud­get ver­ein­ba­ren, das er ge­ge­be­nen­falls aufs Spiel set­zen kann“, er­klärt Stau­din­ger. Hö­he­re Er­trä­ge gibt es nur bei hö­he­rem Ri­si­ko. Aber das bleibt eben auf den de­fi­nier­ten Ver­mö­gens­teil be­grenzt.

Ein dif­fe­ren­zier­tes Con­trol­ling-Sys­tem ga­ran­tie­re, dass die Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wer­den, ver­si­chert Stau­din­ger. Gera­de in der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on stark schwan­ken­der Kur­se be­wahrt es vor Pa­nik. In die­sen Zei­ten sind aber selbst ge­rin­ge Ren­di­ten, die nach Steu­ern, In­fla­ti­on und Kos­ten ja noch mög­lich sein soll­ten, oh­ne zu­min­dest ein ge­wis­ses Ri­si­ko kaum zu er­wirt­schaf­ten. Die An­la­ge­ex­per­ten der Wal­ser Pri­vat­bank klä­ren da­her in­ten­siv, zu wel­chen Ri­si­ken ein An­le­ger über­haupt be­reit ist.

„Mehr als je zu­vor set­zen wir un­se­ren ,Ris­kPro­fi­ler’ ein“, be­schreibt Stau­din­ger die Ana­ly­se-Pha­se. An­hand ei­nes von Wis­sen­schaft­lern ent­wi­ckel­ten Ana­ly­se-Fra­ge­bo­gens ar­bei­ten Be­ra­ter und An­le­ger her­aus, wel­che Ver­lus­te ma­xi­mal ak­zep­ta­bel sind, um im Ge­gen­zug die Chan­ce auf Ge­win­ne zu er­hö­hen. „Häu­fig sind die Kun­den von dem Er­geb­nis über­rascht“, sagt Stau­din­ger. „Auch wenn die Kun­den den­ken, dass sie sich nur mit sehr si­che­ren An­la­gen wohl­füh­len, stellt sich her­aus, dass sie klei­ne­re Ak­ti­en­quo­ten von viel- leicht zehn oder zwan­zig Pro­zent durch­aus ver­kraf­ten.“

Zu­sätz­li­che Si­cher­heit ver­mit­telt ih­nen die Bank durch den Aus­wahl­pro­zess der Ak­ti­en. Die Spe­zia­lis­ten su­chen wert­hal­ti­ge Pa­pie­re mit Kurs­chan­cen und grei­fen da­zu auf das Re­se­arch re­nom­mier­ter Part­ner zu­rück. Nur wenn auch die zu über­ein­stim­men­den Er­geb­nis­sen kom­men und ei­ne An­la­ge zum Kauf emp­feh­len, tun das auch die Ver­mö­gens­ma­na­ger der Wal­ser Pri­vat­bank.

Na­tür­lich kön­nen auch sol­che Ak­ti­en im Wert schwan­ken, wie gera­de die jüngs­ten Ent­wick­lun­gen zei­gen. Aber die An­la­ge­ex­per­ten schrän­ken die­ses Auf und Ab ein, das heißt: Nur in­ner­halb der mit dem An­le­ger de­fi­nier­ten Schwan­kungs­brei­ten blei­ben die Pa­pie­re im De­pot. „Wenn die­se per­sön­li­chen Ri­si­koli­mits er­reicht sind, zie­hen wir die Reiß­lei­ne“, be­schreibt Stau­din­ger. Die Be­ra­ter spre­chen mit ih­ren Kun­den und schich­ten An­la­gen um.

„Wir ha­ben uns be­wusst da­für ent­schie­den, un­se­ren Kun­den ne­ben der klas­si­schen Ver­mö­gens­ver­wal­tung wei­ter­hin vor al­lem auch die in­di­vi­du­el­le per­sön­li­che Be­ra­tung an­zu­bie­ten.“Für Ban­ken, die das tun, ha­be sich ei­ne neue Ni­sche auf­ge­tan. „Vie­le An­le­ger wol­len selbst Ein­fluss auf die Wahl der Ver­mö­gens-Be­stand­tei­le neh­men. Sie su­chen aber er­fah­re­ne Spe­zia­lis­ten, die sie als Spar­rings­part­ner bei den Ent­schei­dun­gen be­glei­ten.“

Zum The­ma Si­cher­heit ge­hört ne­ben der An­la­ge aber noch ein wei­te­rer Aspekt, der An­le­gern nach Be­ob­ach­tung von Stau­din­ger heu­te wich­tig ist: die Sta­bi­li­tät der Bank. Und hier hält der Nie­der­las­sungs­lei­ter nicht hin­term Berg, ver­weist un­ter an­de­rem auf die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te der Wal­ser Pri­vat­bank, die ein Mehr­fa­ches der ge­setz­li­chen An­for­de­rung be­trägt. Ein­la­gen bei der ös­ter­rei­chi­schen Bank sind ähn­lich ab­ge­si­chert wie bei deut­schen In­sti­tu­ten, die Wal­ser Pri­vat­bank ge­hört zu­dem dem Si­che­rungs­ver­bund der ös­ter­rei­chi­schen Raiff­ei­sen­grup­pe an.

An­fang des Jah­res ist die Wal­ser Pri­vat­bank üb­ri­gens vom Fuchs-Re­port zum bes­ten Ver­mö­gens­ma­na­ger für An­le­ger in Deutsch­land ge­kürt wor­den. Der Ju­ry des Fuchs-Re­ports ge­fiel be­son­ders die ho­he Kun­den­ori­en­tie­rung, die kla­ren Struk­tu­ren und das durch­dach­te An­la­ge- und Ri­si­ko­ma­nage­ment­kon­zept. Da­mit klet­ter­te die Wal­ser Pri­vat­bank in der „Ewi­gen Bes­ten­lis­te“un­ter rund 300 ge­tes­te­ten Ver­mö­gens­ma­na­gern im deutsch­spra­chi­gen Raum auf den drit­ten Ge­samt­rang.

„Si­cher­heit und ins­be­son­de­re Wert­er­halt der Geld­an­la­ge sind un­ser Mar­ken­kern“

FO­TO: MICHAEL LÜB­KE

Wal­ser Pri­vat­bank-Nie­der­las­sungs­lei­ter Hans Stau­din­ger freut sich über wach­sen­des In­ter­es­se an den Leis­tun­gen sei­nes Hau­ses.

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