Ein Asyl­stan­dard für al­le

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE - VON BIRGIT MAR­SCHALL

Wer vor Ter­ror und Krieg nach Deutsch­land flieht, wird sich durch die von Bund und Län­dern jetzt ge­plan­ten Än­de­run­gen im Asyl­recht nicht auf­hal­ten las­sen. Auch Schnell-Ver­fah­ren für Asyl­be­wer­ber in Tran­sit­zo­nen an der deut­schen Gren­ze, wie sie Bay­ern ger­ne ein­rich­ten wür­de, wer­den kaum hel­fen, das Pro­blem zu lö­sen. Da­ge­gen wä­re ein Schlüs­sel zur Lö­sung des Pro­blems, das Asyl­recht der EU-Staa­ten rasch zu har­mo­ni­sie­ren.

Wenn es für Asyl­be­wer­ber über­all in Eu­ro­pa ähn­li­che Stan­dards der Ver­sor­gung, der Ver­fah­ren und auch – ab­hän­gig von den Le­bens­hal­tungs­kos­ten vor Ort – ähn­lich ho­he So­zi­al­leis­tun­gen gä­be, wür­den sich vie­le Mi­gran­ten für an­de­re Re­gio­nen in Eu­ro­pa als für Deutsch­land ent­schei­den. Si­cher ist die wirt­schaft­li­che Ver­fas­sung ei­nes Lan­des mi­tent­schei­dend da­für, wo­hin die Mi­gran­ten steu­ern. Doch auch Frank­reich (die zweit­größ­te Volks­wirt­schaft Eu­ro­pas), Groß­bri­tan­ni­en, Ita­li­en oder Spa­ni­en sind Län­der mit Per­spek­ti­ven, Wohl­stand und ver­läss­li­chen rechts­staat­li­chen Ver­fah­ren. Vor al­lem die­se Län­der müs­sen so­li­da­ri­scher mit Deutsch­land sein. BE­RICHT

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