Ak­pi­nar: „Ha­ben an Sen­sa­ti­on ge­schnup­pert“

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON REIN­HARD PÖ­SEL

Fuß­ball-Be­zirks­li­ga: In ei­nem vor­ge­zo­ge­nen Spiel un­ter­lag der 1. FC Kle­ve II in Scher­pen­berg 2:4 (2:2).

Die zehn­te Meis­ter­schafts­run­de in der Fuß­ball-Be­zirks­li­ga nahm am vor­gest­ri­gen Abend ih­ren An­fang. Da­zu reis­te die Zweit­ver­tre­tung des 1. FC Kle­ve zum noch un­ge­schla­ge­nen Ta­bel­len­füh­rer SV Scher­pen­berg. Ge­gen das „Team vom Wäld­chen“, wie es in Mo­er­ser Fuß­ball­krei­sen ge­nannt wird, konn­te sich die Elf von Spie­ler­trai­ner Umut Ak­pi­nar ei­ne St­un­de lang acht­bar aus der Af­fä­re zie­hen. Am En­de muss­te sie sich aber der An­häu­fung von erst­klas­si­gen Fuß­bal­lern, die zum Teil bis hoch auf die Re­gio­nal­li­ga­ebe­ne ge­gen den Ball ge­tre­ten ha­ben, mit 2:4 (2:2) ge­schla­gen ge­ben.

Man ha­be von An­fang an ge­spürt, emp­fand Ak­pi­nar, dass sich der Gast­ge­ber von der jun­gen Kle­ver Mann­schaft nicht aufs Kreuz le­gen woll­te. „Wir wa­ren in die­ser Be­geg­nung die bie­de­re Mann­schaft, die wir aber auch sein woll­ten“, sagt Ak­pi­nar, der sei­ne Mann­schaft ge­gen die Scher­pen­ber­ger Über­macht mit der Maß­ga­be ins Spiel ge­schickt hat­te, das Glück auf kei­nen Fall in der De­fen­si­ve zu su­chen. „Auf kurz oder lang wä­ren wir von ei­ner so bä­ren­stark be­setz­ten Mann­schaft ab­ge­schos­sen wor­den“, sagt Ak­pi­nar. Dar­an hiel­ten sich dann auch sei­ne Spie­ler, die mit ih­rem schnel­len Um­schalt­spiel zwi­schen­durch im­mer wie­der für Na­del­sti­che sorg­ten. Die so prak­ti­zier­te Tak­tik führ­te im ers­ten Durch­gang da­zu, dass Kle­ve zwei­mal den Spiel­stand ega­li­sie­ren konn­te. In der 22. Mi­nu­te glich Den­nis Schmidt, der kurz da­vor schon ei­nen emi­nent ge­fähr­li­chen Dis­tanz­schuss ab­ge­setzt hat­te, die Füh­rung von Meik Ku­ta zum 1:1 aus. Ak­pi­nar: „Ein sen­sa­tio­nel­les Tor.“Mu­rat Do­gu war es dann, der fünf Mi­nu­ten vor dem Sei­ten­wech­sel die aber­ma­li­ge Füh­rung der Gast­ge­ber (Tor­schüt­ze Ya­sin Du­man) aus­glich, in­dem er ei­nen an Sez­gin Ba­ran (Pass­ge­ber Mar­tin Te­k­aat) ver­schul­de­ten Elf­me­ter im Nach­schuss zum 2:2 ver­wan­del­te.

Wäh­rend des ge­sam­ten Spiels blieb Scher­pen­berg die ton­an­ge­ben­de Mann­schaft, die über hö­he­ren Ball­be­sitz und in­di­vi­du­el­le Klas­se ge­fähr­li­che Si­tua­tio­nen vor dem FC-Tor her­auf­be­schwor. Nach ei­nem Frei­stoß aus dem Halb­feld brach­te Scher­pen­bergs Kevin Dy­ka sei­ne Mann­schaft mit dem 3:2 (63.) ein drit­tes Mal an die­sem Abend in Front. „Mit zu­neh­men­der Spiel­dau­er und nach­las­sen­der Kraft auf un­se­rer Sei­te konn­ten wir dar­an nichts mehr än­dern“, be­rich­tet Ak­pi­nar, des­sen Team fünf Mi­nu­ten vor Schluss durch As­trit Kras­ni­qi den 2:4-End­stand kas­sier­te. Den­noch war der FC-Coach mit dem mu­ti­gen Auf­tritt sei­ner Elf zu­frie­den. Kle­ve II: Fer­den­hert – Te­k­aat, Ak­pi­nar, Ur­ba­nek, Ev­r­ard, van Beu­se­kom, Bruns, Ra. Piff­ko, Ba­ran, Schmidt (75. Men­ting).

RP-FO­TO: EVERS

FC-An­grei­fer Den­nis Schmidt (rechts) – hier ei­ne Sze­ne aus dem Spiel ge­gen den GSV Gel­dern – er­ziel­te in Scher­pen­berg den 1:1-Aus­gleich.

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