Heiz­tipps für die kal­te Jah­res­zeit

Rheinische Post Goch - - HOCHSCHULE - VON SI­MO­NE ANDREA MAYER

Hei­zen ist teu­er. Ei­ne et­was ge­rin­ge­re Tem­pe­ra­tur und um­sich­ti­ges Ver­hal­ten kön­nen beim Spa­ren hel­fen und sor­gen au­ßer­dem für gu­tes Raum­kli­ma.

Ei­gent­lich soll­te al­les im­mer mög­lichst we­nig Geld kos­ten. Auch für das Hei­zen gilt das. Aber wer hier zu viel spart, frös­telt na­tür­lich und er scha­det oben­drein sei­nem Haus mehr, als er den­ken mag. Doch bei­des geht zu­sam­men – ein paar Heiz­tipps für den Geld­beu­tel und das Wohl­be­fin­den: Ab­sen­ken Heizt man das Haus oder die Woh­nung mit nur ei­nem Grad we­ni­ger, kann das be­reits sechs Pro­zent Ener­gie­ein­spa­rung be­deu­ten. Dar­auf weist die Deut­sche Ener­gie-Agen­tur (de­na) hin. Doch: Zu nied­ri­ge Tem­pe­ra­tu­ren sind zwar gut für den Geld­beu­tel, aber schlecht für das Haus. Denn dann kann sich Feuch­tig­keit an den Wän­den ab­la­gern und Schim­mel bil­den, in zu kal­tenKel­ler­räu­men frie­ren Roh­re ein und plat­zen. Auch ist es nicht gut, nachts und bei Ab­we­sen­heit die Hei­zung stark zu­rück­zu­fah­ren. Denn küh­len auch die Wän­de zu sehr aus, kos­tet das Auf­hei­zen ex­tra.

Wel­che Grund­tem­pe­ra­tur für das Haus ide­al ist, hängt vom Bau­typ ab. In Nach­kriegs- häu­sern sind die Wän­de recht dünn, sie ver­lie­ren da­her schnell Raum­wär­me, er­läu­tert Claus O. Dee­se vom Mie­ter­schutz­bund in Reck­ling­hau­sen. „Bei 16 oder 18 Grad bil­det sich hier schon Schim­mel. Bes­ser ist im­mer min­des­tens ei­ne Raum­tem­pe­ra­tur von 20 Grad, um die Schim­mel­bil­dung zu ver­mei­den.“In Bau­ten, die vor dem Zwei­ten Welt­krieg ent­stan­den, sei­en die Wän­de di­cker, auch in neu­en, gut ge­dämm­ten Häu­sern sei die Wär­me­däm­mung gut – „hier sind Min­dest­tem­pe­ra­tu­ren von 18, 19 Grad si­cher oh­ne Schä­den mög­lich“, so Dee­se.

Um Schim­mel zu ver­mei­den, emp­fiehlt der Ver­band Pri­va­ter Bau­her­ren (VPB) als Faust­re­gel grund­sätz­lich für Wohn- und Ess­zim­mer 20 Grad, für Ar­beits- und Kin­der­zim­mer 22 Grad, für das Ba­de­zim­mer wäh­rend der Be­nut­zung 24 Grad und für das Schlaf­zim­mer ab 16 Grad. Im Kel­ler kön­nen es ru­hig sechs Grad sein.

„Bei 16 bis 18 Grad kann sich in Nach

kriegs­häu­sern Schim­mel bil­den“

Claus O. Dee­se

Mie­ter­schutz­bund

Ther­mo­stat Wer schnell ei­nen kal­ten Raum auf­hei­zen möch­te, dreht ger­ne die Hei­zung kom­plett auf. Aber das bringt nichts. Ein Raum wer­de mit Stu­fe fünf des Ther­mo­stat­ven­tils nicht we­sent­lich schnel­ler auf­ge­heizt als mit Stu­fe drei, er­klärt die de­na. Bes­ser ist es, mit pro­gram­mier­ba­ren Ther­mo­sta­ten zum Bei­spiel Ab­we­sen­hei­ten zu be­rück­sich­ti­gen und die Hei­zung so zu tak­ten, dass sie den Heiz­kör­per re­gelt. Das spart laut der ge­mein­nüt- zi­gen Be­ra­tungs­ge­sell­schaft „co2on­line“et­wa zehn Pro­zent Heiz­ener­gie. Lüf­ten Das ist lo­gisch: Wer über län­ge­re Zeit die Fens­ter kippt, stei­gert sei­ne Heiz­kos­ten. Aber gar nicht oder nur we­nig zu lüf­ten, ist auch kei­ne Lö­sung. Es ist dann sti­ckig im Raum, aber vor al­lem kann die ho­he Luft­feuch­tig­keit zu Schim­mel­bil­dung füh­ren. Der VPB rät statt­des­sen, die Fens­ter ganz zu öff­nen und das für fünf bis zehn Mi­nu­ten zwei­mal am Tag. Die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­len

Wer spa­ren will, soll­te nachts nicht nur die Hei­zung her­un­ter­dre­hen. Zu­ge­zo­ge­ne Vor­hän­ge und ge­schlos­se­ne Roll­lä­den hal­ten die vor­han­de­ne Wär­me bes­ser im Raum. Laut co2on­line kann ein durch­schnitt­li­cher Haus­halt da­mit Heiz­ener­gie im Wert von rund 40 Eu­ro im Jahr ein­spa­ren.

Im­mo­bi­li­en&Geld

FO­TO: DE­NA

Das Ther­mo­stat in ei­nem kal­ten Raum voll auf­zu­dre­hen, bringt nichts. Statt­des­sen soll­te man die Tem­pe­ra­tur lang­sam hoch­fah­ren.

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