Kei­ne Aus­nah­men beim Min­dest­lohn

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Ar­beits­markt Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) hat sich ge­gen Aus­nah­men für Flücht­lin­ge beim Min­dest­lohn aus­ge­spro­chen. Das wür­de nur zu neu­en Ver­tei­lungs­de­bat­ten füh­ren, sag­te der Po­li­ti­ker den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“. „Wol­len wir wirk­lich De­bat­ten nach dem Mus­ter: Ich, der ich gera­de Min­dest­lohn be­kom­me, wer­de jetzt ent­las­sen, da­mit ein Flücht­ling mei­ne Ar­beit bil­li­ger macht? Das soll­ten wir las­sen.“Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel (CDU) und Vi­ze­kanz­ler Ga­b­ri­el (SPD) hat­ten sich be­reits ähn­lich ge­äu­ßert. Der ge­setz­li­che Min­dest­lohn liegt bei 8,50 Eu­ro und wur­de An­fang die­ses Jah­res ein­ge­führt. Flücht­lings­un­ter­künf­te Bei der Su­che nach Wohn­raum für Flücht­lin­ge stellt sich de Mai­ziè­re an die Sei­te der kom­mu­na­len Be­hör­den. „Ge­ge­be­nen­falls müs­sen wir auch un­an­ge­neh­me Ent­schei­dun­gen tref­fen“, sag­te er. „Ent­we­der die Flücht­lin­ge blei­ben den Win­ter über in Zel­ten oder wir fin­den oder bau­en fes­te Un­ter­künf­te.“Er wol­le aus­drück­lich kein Bun­des­land und kei­nen Bür­ger­meis­ter oder Land­rat kri­ti­sie­ren, wenn er ver­su­che, men­schen­wür­di­ge Un­ter­künf­te zu be­sor­gen. Kein Stadt­ober­haupt be­le­ge ger­ne ei­ne Turn­hal­le und las­se den Schul­sport aus­fal­len, sag­te In­nen­mi­nis­ter de Mai­ziè­re. „Aber wenn es nö­tig ist, muss man das un­ter­stüt­zen und nicht kri­ti­sie­ren.“

FO­TO: DPA

In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re gibt den Kom­mu­nen Rü­cken­de­ckung.

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