Zum Deutsch­ler­nen kam Ivy von Tai­wan nach Is­sum

Rheinische Post Goch - - FÜRS LEBEN -

IS­SUM (bi­mo) Ivy ist für ein Jahr an der St.-Ni­ko­laus-Grund­schu­le im länd­li­chen Is­sum. Für ei­ne Schü­le­rin der Ein­rich­tung ist sie mit ih­ren 22 Jah­ren wohl zu alt, aber ir­gend­wie ist sie trotz­dem zum Ler­nen da.

Ivy heißt ei­gent­lich Fang Yu Chen und ist in Tai­wan zu Hau­se. Weil sie ger­ne mit Kin­dern ar­bei­tet und ihr Deutsch ver­bes­sern möch­te, hat sie sich ent­schlos­sen, in der Ganz­tags­be­treu­ung in der Is­su­mer Grund­schu­le zu hel­fen. Ver­mit­telt hat die Stel­le der ICJA-Frei­wil­li­gen­aus- tausch. Ivy lebt für die Zeit ih­res Auf­ent­halts bei ei­ner Gast­fa­mi­lie.

„Mein Deutsch is not gut“, meint sie selbst. Sie ist schließ­lich erst seit kur­zem in Deutsch­land, ne­ben Tai­wa­ne­sisch spricht sie Man­da­rin und Englisch. Dass es mit dem Deut­schen noch nicht so klappt, stört die Kin­der des Ganz­tags nicht. Wenn Ivy ih­nen bei den Ma­the­haus­auf­ga­ben hilft, sagt sie „plus“, „mi­nus“und „mal“schon qua­si ak­zent­frei. Ne­ben der Spra­che ist für die 22Jäh­ri­ge auch al­les an­de­re völ­lig an- ders. Sie lebt ei­gent­lich in Tai­peh, der Haupt­stadt Tai­wans. „Au­tos, Leu­te, Mo­tor­rä­der“zählt sie auf, was sonst um sie her­um ist. Sie lie­be die Stil­le in Is­sum. Und die Luft sei so gut. Und die Leu­te sehr nett.

Auf das deut­sche Es­sen an­ge­spro­chen, lacht sie: „Brot, Brot, Brot“, ist das was ihr ein­fällt und bei den Deut­schen of­fen­sicht­lich das Früh­stück be­stimmt. In Tai­wan ge­be es da­ge­gen mor­gens Sand­wi­ches, aber auch Ome­lette, Pfan­ne­ku­chen oder tra­di­tio­nel­le chi­ne­si­sche Ge­rich­te.

FO­TO: PRI­VAT

„Ivy“Fang Yu Chen im Ein­satz an der Is­su­mer St.-Ni­ko­laus-Schu­le.

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