„Pau­schal­rei­se“ab Wee­ze nach As­si­si

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL - VON AN­JA SETTNIK

Der Auf­takt ist ge­lun­gen, im kom­men­den Jahr soll es gleich meh­re­re An­ge­bo­te ge­ben: Die neue Mar­ke „Air­port Wee­ze Rei­sen“führ­te in ih­rer Erst­auf­la­ge ei­ne Grup­pe Nie­der­rhei­ner nach Um­bri­en. Rei­se­bü­ro Scha­tor­jé war der Part­ner.

KREIS KLE­VE Mit den Rei­se­un­ter­la­gen ka­men die Kof­feran­hän­ger. „Bus­rei­sen Scha­tor­jé“stand dar­auf, was ein klein we­nig ir­re­füh­rend ist. Denn das Keve­lae­rer Un­ter­neh­men bie­tet seit ei­ni­ger Zeit nicht nur Aus­flugs- und Ur­laubs­fahr­ten mit Bus­sen an, son­dern auch Flug­rei­sen. Und dies­mal wur­de die Tour nach Um­bri­en in Mit­tel­ita­li­en auch nicht von Scha­tor­jé al­lei­ne ver­an­stal­tet, son­dern ge­mein­sam mit dem Flug­ha­fen Wee­ze. Der hat ei­ne ei­ge­ne Mar­ke „Air­port Wee­ze Rei­sen“ge­schaf­fen. Schon der Auf­takt ge­lang nach Maß, so dass es für die Be­tei-

Lud­ger van Beb­ber lig­ten kei­ne Fra­ge war, wei­te­re „Pau­schal­rei­sen“an­zu­bie­ten. Wo­bei lie­ber von „in­di­vi­du­el­len Grup­pen­rei­sen“ge­spro­chen wird.

Der Wee­zer Air­port und „pau­schal“– das schloss sich lan­ge Zeit aus. Die deut­schen und nie­der­län­di­schen Ver­an­stal­ter, die ih­re Ma­schi­nen mal in Wee­ze lan­den lie­ßen, um dort Pas­sa­gie­re auf­zu­neh­men und sie zu den tou­ris­ti­schen Hoch­bur­gen am Mit­tel­meer zu flie­gen, ha­ben sich nach kur­zer Zeit wie­der zu­rück­ge­zo­gen. Seit­dem ist Rya­nair be­kannt­lich die ein­zi­ge Air­line, die den Nie­der­rhein-Flug­ha­fen nutzt. Für das Jahr 2015 rech­net Flug­ha­fen-Chef Lud­ger van Beb­ber mit 1,9 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren, von de­nen die meis­ten sich Flü­ge und Ho­tels selbst or­ga­ni­sie­ren. Im gera­de zu En­de ge­gan­ge­nen Som­mer hat sich al­ler­dings auch ei­ne zu­neh­men­de An­zahl Pau­schal­ur­lau­ber für Wee­ze ent­schie­den. „Die Nach­fra­ge in die­sem Seg­ment ist spür­bar an­ge­stie­gen, seit­dem nam­haf­te deut­sche und nie­der­län­di­sche Rei­se­ver­an­stal­ter ih­re Tou­ris­tik­an­ge­bo­te mit ei­nem güns­ti­gen Rya­nair-Flug kom­bi­nie­ren“, sagt van Beb­ber. Die Viel- zahl von Rei­se­bü­ros in je­der Stadt be­weist, dass trotz der Mög­lich­keit, Rei­sen oder die Baustei­ne da­zu im In­ter­net zu bu­chen, vie­le Ur­lau­ber nach wie vor die Si­cher­heit ei­ner von Fach­leu­ten or­ga­ni­sier­ten Rei­se schät­zen.

Das weiß Che­fin Re­na­te Scha­tor­jé schon lan­ge. Ob es funk­tio­niert, mit dem Air­port Wee­ze und Rya­nair zu­sam­men­zu­ar­bei­ten – da­von woll­te sie sich per­sön­lich über­zeu­gen und reis­te des­halb mit. „Wir sind be­geis­tert von der Re­so­nanz auf un­ser ge­mein­sa­mes An­ge­bot. Über 30 An­mel­dun­gen in kur­zer Zeit – das war schon toll. Und die Teil­neh­mer ha­ben mir al­le ver­si­chert, sich sehr wohl ge­fühlt zu ha­ben.“Das kann Hol­ger Ter­horst als Mar­ke­ting­chef des Wee­zer Flug­ha­fens nur be­stä­ti­gen. Auch er woll­te bei der ers­ten Air­port-Pau­schal­rei­se da­bei sein und weiß nun, dass of­fen­bar vie­le Men­schen auf genau die­ses An­ge­bot ge­war­tet ha­ben.

Ter­host kün­digt an: „Wir wer­den auch im kom­men­den Jahr in­di­vi­du­el­le Grup­pen­rei­sen or­ga­ni­sie­ren; das Pro­gramm wird in Kür­ze aus­ge­ar­bei­tet sein und ver­öf­fent­licht wer­den.“Nach­ge­dacht wird zum Bei­spiel über Mar­ra­kesch, Ba­ri und Be­ziers. Ge­plant sind kei­ne Rei­sen zu den hin­rei­chend be­kann­ten Tou­ris­ten­zen­tren à la Mallor­ca, son­dern be­son­de­re, ori­gi­nel­le Rei­sen, die an­de­re Ver­an­stal­ter so nicht im Po­gramm ha­ben. Na­tür­lich wird im­mer Rya­nair der Part­ner sein; der Som­mer­flug­plan 2016 wird gera­de nach und nach frei­ge­schal­tet.

Um­bri­en mit den bei­den Städ­ten Peru­gia und As­si­si war dies­mal das Ziel, ein wei­te­rer Tag galt dem wun­der­schö­nen Tra­si­me­ner See. Die Re­gi­on be­sitzt kei­nen Mee­res­strand, da­für aber den im Som­mer eben­falls zum Schwim­men ge­eig­ne­ten See zwi­schen Wein­ber­gen. Nie­der­rhei­ner, die viel­leicht den Wall­fahrts­ort Keve­la­er schät­zen, wer­den die Hei­mat des Fran­zis­kus von As­si­si ver­mut­lich auch ein­mal be­su­chen wol­len. Die Teil­neh­mer an der Rei­se wur­den von ei­nem deut­schen Fran­zis­ka­ner­pa­ter durch die Ba­si­li­ka von As­si­si ge­führt, an­schlie­ßend von ei­ner fach­kun­di­gen Rei­se­lei­te­rin durch die Stadt mit ih­ren vie­len Kir­chen und dem mit­tel­al­ter­li­chen Stra­ßen­ge­wirr. Auch die um­bri­sche Haupt­stadt Peru­gia, ei­ne quir­li­ge Stu­den­ten­stadt vol­ler Kunst, Kul­tur und Bau­denk­mä­ler, stieß auf Be­geis­te­rung. Ob Na­tio­nal­ga­le­rie oder Ein­kaufs­bum­mel zwi­schen Scho­ko­la­den- und Wurst­spe­zia­li­tä­ten: Nie­mand reis­te ger­ne ab.

„Be­son­ders“war die Tour auch da­durch, dass sämt­li­che Teil­neh­mer vom Nie­der­rhein stamm­ten. Bei Spa­zier­gän­gen oder beim Abend­es­sen fan­den Gel­der­ner, Go­cher, Keve­lae­rer, Ree­ser, Kal­ka­rer, Mo­er­ser, Xan­te­ner und Sons­be­cker vie­le Ge­sprächs­an­läs­se bis hin zu ge­mein­sa­men Be­kann­ten. Was die Rei­se dann noch ein­mal ein gu­tes Stück per­sön­li­cher mach­te.

„Die Nach­fra­ge nach or­ga­ni­sier­ten Rei­sen ist deut­lich ge­stie­gen“

Ge­schäfts­füh­rer Flug­ha­fen

FO­TOS: PRI­VAT

Or­dens­leu­te und ei­ne statt­li­che Wall­fahrts­kir­che: für Nie­der­rhei­ner im Um­kreis von Keve­la­er ein ver­trau­ter An­blick. Der Be­such der Ba­sil­ka von As­si­si war ei­ner der Hö­he­punk­te der Um­bri­en-Rei­se.

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