Hors­mann sieht Rot bei Kle­ver Der­by-Sieg

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON SA­B­RI­NA PE­TERS

Fuß­ball-Lan­des­li­ga: Der SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter II schlug sich bei der 0:1 (0:0)-Nie­der­la­ge beim 1. FC Kle­ve mehr als wa­cker.

Zwei Mi­nu­ten vor dem An­pfiff des Der­bys zwi­schen dem 1. FC Kle­ve und dem SV Hön­ne­pel-Nie­der­mörm­ter II bil­de­te sich noch ei­ne durch­aus lan­ge Men­schen­rei­he vor dem Kas­sen­häus­chen auf dem Bres­ser­berg. Mit 251 Zu­schau­ern war das gest­ri­ge Match gut be­sucht, und das zu Recht. Die An­hän­ger bei­der Ver­ei­ne auf den Tri­bü­nen sa­hen zwar nur ei­nen et­was ma­ge­ren 1:0 (0:0)-Sieg des 1. FC Kle­ve, doch das Spiel ent­pupp­te sich als wah­res Der­by.

Vor al­lem die Schluss­vier­tel­stun­de hat­te es in sich und ließ den Bres­ser­berg na­he­zu be­ben. Be­son­ders das rot-blaue La­ger koch­te, als Schieds­rich­ter Ah­met Eker in der 75. Mi­nu­te Kle­ves Schluss­mann Sascha Hors­mann mit Rot vom Feld schick­te. Der Kee­per hat­te ei­nen lan­gen Ball pa­rie­ren wol­len, ließ ihn aber im ers­ten Ver­such wie­der los und griff re­flex­ar­tig nach. Der Ball und da­mit auch Hors­manns Hän­de schie­nen je­doch in der zwei­ten Ak­ti­on au­ßer­halb des Sech­zehn­me­ter­rau­mes zu sein, wo der Kee­per be­kannt­lich die Hän­de nicht mehr an das Spiel­ge­rät brin­gen darf. Da sich um Hors­mann her­um aber fast bei­de kom­plet­ten Mann­schaf­ten be­fan­den, er da­mit kein letz­ter Mann war und auch kei­ne kla­re Tor­chan­ce ver­hin­der­te, hät­te es Re­fe­ree Eker mut­maß­lich bei ei­ner Gel­ben Kar­te be­las­sen kön­nen. „Für mich war es de­fi­ni­tiv kein Rot. Ich bin beim Hoch­ge­hen von hin­ten be­hin­dert wor­den“, schil­der­te Hors­mann, der sich zu­dem nicht si­cher war, ob der Ball nicht so­gar noch auf der Sech­zehn­me­ter­li­nie lag.

Die Rot-Blau­en wa­ren da­ge­gen nach 90 Mi­nu­ten froh, dass die­se strit­ti­ge Ent­schei­dung kei­ne Kon­se­quen­zen im Spiel sel­ber nach sich zog und sie am En­de ei­nen ver­dien­ten Sieg hol­ten, den die Schwa­nen­städ­ter aber we­sent­lich eher in Dach und Fach hät­ten brin­gen müs­sen. Die Kle­ver be­stimm­ten wie im­mer das Spiel, ver­pass­ten je­doch er­neut das Tor zu er­zie­len. Das lag zum ei­nen am teil­wei­se ei­ge­nen Un­ver­mö­gen, zum an­de­ren aber auch an ei­ner sehr kom­pak­ten Ab­wehr­ar­beit der Schwarz-Gel­ben, die im­mer noch ei­nen Fuß da­zwi­schen be­ka­men. Im ei­ge­nen Spiel nach vor­ne, meis­tens durch Kon­ter­si­tua­tio­nen, fehl­te hin­ge­gen auch bei ih­nen der letz­te Pass. Nur ein Frei­stoß von Da­ni­el Bei­ne wur­de ge­fähr­lich (40.). Tho­mas von Kucz­kow­ski (Trai­ner 1. FC Kle­ve)

Fa­bi­an Butt­ge­reit (Spie­ler 1. FC Kle­ve)

Nach dem Sei­ten­wech­sel wa­ren die Gast­ge­ber ei­nen Tick wa­cher und er­ziel­ten nach nur 30 Se­kun­den die er­lö­sen­de Füh­rung: Aus der ei­ge­nen Hälf­te her­aus pass­te Jan-Phi­lip Maa­ßen auf den jun­gen Lu­kas Ehr­hardt, der wei­ter auf Pas­cal Hüh­ner flank­te, wel­cher dann mit sei­nem Kopf zur Füh­rung traf.

Die­se hät­ten die Kle­ver mit di­ver­sen Mög­lich­kei­ten bis zur 75. Mi­nu­te noch wei­ter aus­bau­en kön­nen. Hö.-Nie. ver­tei­dig­te je­doch wei­ter­hin or­dent­lich. Die letz­te Vier­tel­stun­de war dann ge­prägt von ei­nem un­ru­hi­gen, bis­wei­len so­gar sehr rü­dem Spiel, wo­zu das Schieds­rich­ter­ge­spann mit sei­ner Ent­schei­dung ge­gen Hors­mann bei­ge­tra­gen hat­te. Mit ei­ner kom­pak­ten De­fen­si­ve ret­te­te Kle­ve aber den Sieg.

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