Kopf in den Sand

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - Wer­ner Marx per Mail Tho­mas Hof­mann 40668 Meer­busch

mus, dass Deutsch­land die im­mens gro­ße Flücht­lings­zahl zum gro­ßen Teil al­lein be­wäl­ti­gen wird. Ich möch­te ger­ne, dass uns das ge­lingt, auch ge­gen rech­te Strö­mun­gen. Dass aber aus­ge­rech­net die ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­mens­be­ra­tung McKin­sey ein ef­fi­zi­en­tes Asyl­ver­fah­ren in­stal­lie­ren soll, ist mei­nes Erach­tens ein Ar­muts­zeug­nis für Deutsch­land. Ich ha­be in mei­nem Be­rufs­le­ben vie­le Un­ter­neh­mens­be­ra­ter kom­men und ge­hen se­hen, und je­des Mal hat­ten die Ar­beit­neh­mer Angst um ih­ren Ar­beits­platz. In die­sem Zu­sam­men­hang kam auch schon mal die Un­ter­neh­mens­be­ra­tung McKin­sey ins Spiel. Scha­de, dass man in ei­ner sol­chen Kopf­lo­sig­keit kei­ne ei­ge­ne deut­sche Lö­sung fin­det! Wir neh­men je­den Mo­nat Tau­sen­de Wirt­schafts­flücht­lin­ge vom Bal­kan auf. War­um schaf­fen wir es nicht, die­se Men­schen um­ge­hend ab­zu­schie­ben? Gleich­zei­tig kom­men Zehn­tau­sen­de aus Sy­ri­en, dem Irak und Af­gha­nis­tan. War­um durch­que­ren die­se Men­schen ein hal­bes Dut­zend si­che­re Staa­ten, ehe sie sich in ei­nem Land ih­rer Wahl end­lich re­gis­trie­ren las­sen? War­um un­ter­stüt­zen wir ein sol­ches Ver­hal­ten, in­dem wir eu­ro­päi­sche Ver­trä­ge miss­ach­ten, wäh­rend wir ein Land wie Un­garn hart an­ge­hen, dass es Ver­ein­ba­run­gen kon­se­quent um­setzt?

FO­TO: MARIJAN MU­RAT/DPA

Ein Flücht­ling hält sich au­ßer­halb ei­nes Zelt­la­gers bei Opa­to­vac (Kroa­ti­en) am Zaun fest.

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