Das En­de der Dal­ton-Ban­de

Rheinische Post Goch - - UNTERHALTUNG -

Die­se Brü­der ma­chen ei­nem ein­sa­men Cow­boy das Le­ben schwer: Joe, Wil­li­am, Jack und Aver­ell Dal­ton sind in den Co­mics des bel­gisch-fran­zö­si­schen Zeich­ners Mau­rice de Bé­vè­re, be­kannt als Mor­ris, die ärgs­ten Wi­der­sa­cher des Hel­den Lu­cky Lu­ke. Sie sind zwar meist nicht sehr ge­schickt und en­den in Ket­ten, trotz­dem ge­ben die Ban­di­ten ih­re Gau­ne­rei­en nie auf. Die Vor­bil­der für die Dal­ton-Ban­de leb­ten tat­säch­lich im Wil­den Wes­ten des 19. Jahr­hun­derts, es han­del­te sich eben­falls um ei­ne Grup­pe von Brü­dern. Bob, Grat, Bill und Em­met Dal­ton wa­ren in Ei­sen­bahn- und Bank­über­fäl­le ver­wi­ckelt und gal­ten als Pfer­de­die­be. Am 5. Ok­to­ber 1892 fand die Ban­de ein un­rühm­li­ches En­de. Sie hat­te für die­sen Tag gleich zwei Bank­über­fäl­le ge­plant. Die Män­ner wur­den am ers­ten Tat­ort je­doch er­kannt, und an der zwei­ten Bank er­war­te­te ei­ne Grup­pe auf­ge­brach­ter und be­waff­ne­ter Bür­ger die Ban­di­ten. Grat und Bob Dal­ton star­ben bei der Schie­ße­rei, Em­met wur­de ver­haf­tet und zu le­bens­lan­ger Haft ver­ur­teilt. Es war das En­de der so ge­nann­ten Dal­ton-Ban­de. Bill starb zwei Jah­re dar­auf, eben­falls bei ei­ner Schie­ße­rei. Der Zeich­ner Mor­ris ließ in sei­ner Ge­schich­te al­le vier Dal­tons an ei­nem Tag um­kom­men, schenk­te ih­nen aber na­he Ver­wandt­schaft. Im Heft „Vet­tern­wirt­schaft“wer­den Joe, Jack, Wil­li­am und Aver­ell als Cou­sins der Dal­tons vor­ge­stellt und är­gern seit­dem den ein­sa­men Cow­boy Lu­cky Lu­ke.

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