Völ­ker­mord

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Des Völ­ker­mords an­ge­klagt wird, wer Men­schen tö­tet oder kör­per­lich oder see­lisch schä­digt „in der Ab­sicht, ei­ne na­tio­na­le, ras­si­sche, re­li­giö­se oder eth­ni­sche Grup­pe als sol­che ganz oder teil­wei­se zu zer­stö­ren“. So steht es im Völ­ker­straf­ge­setz­buch, auf des­sen Grund­la­ge der In­ter­na­tio­na­le Straf­ge­richts­hof Ver­bre­chen ahn­det. Jüngst for­der­te der na­mi­bi­sche Stamm der He­re­ro Ent­schä­di­gungs­ver­hand­lun­gen mit der Bun­des­re­gie­rung. Denn wäh­rend der deut­schen Ko­lo­ni­al­zeit tö­te­ten Trup­pen von Kai­ser Wil­helm II. Zehn­tau­sen­de Ein­hei­mi­sche, auch He­re­ro. Die­sen Som­mer, 100 Jah­re nach dem En­de der Ko­lo­ni­al­herr­schaft, sprach die deut­sche Re­gie­rung erst­mals von ei­nem Völ­ker­mord. Seit­dem ver­han­delt sie mit der na­mi­bi­schen Re­gie­rung. Die He­re­ro aber be­ste­hen auf di­rek­te Ge­sprä­che. kl

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