Xan­ten: Wie­der Feu­er in Asyl­heim

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN - VON DIRK MÖWIUS

Den zwei­ten Brand hat­ten Be­woh­ner in der Wasch­kü­che ver­ur­sacht.

XAN­TEN Am Tag nach dem Brand­an­schlag auf ei­ne ehe­ma­li­ge Schu­le in Xan­ten, die zur Un­ter­kunft für Asyl­be­wer­ber um­ge­baut wird, rü­cken die Bür­ger zu­sam­men. Im Rat­haus und beim Ar­beits­kreis Asyl gibt es vie­le An­fra­gen von Men­schen, die jetzt hel­fen und da­mit ein Zei­chen set­zen wol­len. Ein zwei­tes Feu­er in der Nacht zu ges­tern in ei­ner be­reits be­wohn­ten Asyl­be­wer­ber­un­ter­kunft war kei­ne frem­den­feind­li­che Tat. Zwei Be­woh­ner der Un­ter­kunft im Al­ter von 19 und 30 Jah­ren hat­ten das Feu­er in der Wasch­kü­che des von 50 Per­so­nen be­wohn­ten Hau­ses vor­sätz­lich ge­legt. Die Po­li­zei nahm die bei­den Tat­ver­däch­ti­gen ges­tern vor­läu­fig fest.

Kei­ner­lei Hin­wei­se gibt es bis­her aber auf den oder die Tä­ter, die in der Nacht zu Sonn­tag in die frü­he­re Schu­le ein­ge­bro­chen wa­ren und dort ei­nen Mo­lo­tow-Cock­tail ent­zün­det hat­ten. Da der Scha­den ge­ring ist, gin­gen dort ges­tern die Bau­ar­bei­ten wei­ter. Auch im sau­er­län­di­schen Al­te­na ge­hen Er­mitt­ler von ei­nem An­schlag aus. Un­be­kann­te hat­ten dort in ei­nem Wohn­haus, in das Flücht­lin­ge ein­zie­hen soll­ten, ein Feu­er ge­legt.

In Xan­ten könn­ten in der kom­men­den Wo­che die ers­ten Flücht­lin­ge ein­zie­hen. Ins­ge­samt wird Platz für 114 Men­schen ge­schaf­fen. Platz, der drin­gend ge­baucht wird: Ges­tern stan­den wie­der 13 Neu­an­kömm­lin­ge vor dem Rat­haus, die un­ter­ge­bracht wer­den müs­sen. In der Stadt­ver­wal­tung prüft man, ob zu­sätz­li­che Si­che­rungs­maß­nah­men ge­trof­fen wer­den müs­sen.

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