Die Bas­ta-Kanz­le­rin

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

Sie hat es wie­der ge­tan. Sie hat ein In­ter­view im Ra­dio ge­ge­ben und ge­sagt: Sie wür­de al­les ge­nau­so wie­der tun. Al­les war rich­tig so, wie sie es ge­tan hat. Sie hat sich vor das Mi­kro­fon des Deutsch­land­funks ge­stellt und sinn­ge­mäß mit Lu­ther ge­sagt: Ich ste­he hier und kann nicht an­ders. An­ge­la Mer­kel durch­lebt in der Flücht­lings­kri­se die här­tes­ten Wo­chen ih­rer bald zehn­jäh­ri­gen Amts­zeit. Es kann sein, dass sie ih­re Hal­tung in der Kri­se das Amt kos­tet.

Was Mer­kel ins Mi­kro­fon des Deutsch­land­funks ge­sagt hat, er­in­nert an das, was Ger­hard Schrö­der sei­ner­zeit in der po­li­ti­schen Schlacht um die Agen­da 2010 den Ge­werk­schaf­ten ent­ge­gen­ge­schleu­dert hat. Es ist ihr Bas­ta. Die Flücht­lings­kri­se und ih­re Po­li­tik der of­fe­nen Ar­me sind ih­re Agen­da 2010. Es ist ei­ne Po­li­tik ge­gen wei­te Tei­le der Be­völ­ke­rung und wei­te Tei­le der ei­ge­nen Par­tei. Mit ei­nem Un­ter­schied

An­ge­la Mer­kel durch­lebt in der Flücht­lings­kri­se die här­tes­ten Wo­chen ih­rer bald zehn­jäh­ri­gen Amts­zeit. Doch ih­re Hal­tung könn­te sie das Amt kos­ten.

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