NSU-Op­fer exis­tiert nicht

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

MÜNCHEN (dpa) In der Af­fä­re um ein an­geb­li­ches Op­fer der rech­ten Ter­ror­zel­le Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Un­ter­grund (NSU) hat ein Köl­ner Ne­ben­klä­ger „Spie­gel On­line“zu­fol­ge be­stä­tigt, dass die Frau nicht exis­tiert. Der Mann, der 2004 beim Köl­ner Na­gel­bom­ben­an­schlag selbst ver­letzt wur­de, ha­be in ei­ner Ver­neh­mung durch das Bun­des­kri­mi­nal­amt ge­sagt: „Me­ral Kes­kin gibt es nicht.“Das Ober­lan­des­ge­richt München, vor dem der Pro­zess ver­han­delt wird, ha­be Bun­des­an­walt­schaft und Bun­des­kri­mi­nal­amt mit den Er­mitt­lun­gen be­auf­tragt, hieß es aus Jus­tiz­krei­sen. Rechts­an­walt Ralph Will­ms hat­te am Frei­tag er­klä­ren las­sen, er sei von dem Köl­ner Ne­ben­klä­ger ge­täuscht wor­den. Der ha­be ihm das Fo­to ei­ner Frau vor­ge­legt und ihm ge­gen ei­ne Pro­vi­si­on das Man­dat ver­mit­telt.

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