Bür­ger­be­tei­li­gung bei Orts­ju­bi­lä­um

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST - VON MA­RIA VAN DE SAND

Ei­ne Ar­beits­grup­pe stell­te jetzt Plä­ne für das Fest­pro­gramm rund um den 1150. Ge­burts­tag Ue­dems vor. Nach Kri­tik am Zeit­punkt der Be­tei­li­gung wur­de kon­struk­tiv zu­sam­men ge­ar­bei­tet. Im Mit­tel­punkt steht ein his­to­ri­scher Markt.

UEDEM So­bald ein Ju­bi­lä­um vor der Tür steht, be­gin­nen Be­tei­lig­te zu pla­nen und zu or­ga­ni­sie­ren: Die Fes­ti­vi­tä­ten sol­len schließ­lich mit aus­ge­fal­le­nen Kon­zep­ten, Vor­füh­run­gen, vor­züg­li­chen Spei­sen und Ge­trän­ken in den Köp­fen der Be­su­cher hän­gen blei­ben. So auch in der Schus­ter­ge­mein­de Uedem: Ge­mein­sam mit Po­li­tik, Kir­chen, Ge­wer­be und Ver­ei­nen plant die ört­li­che Ver­wal­tung seit ei­ni­ger Zeit die Fei­er­lich­kei­ten an­läss­lich des 1150. Ge­burts­tag der Ge­mein­de und muss da­bei be­rück­sich­ti­gen, dass nur ein ge­rin­ges Bud­get zur Ver­fü­gung steht. Haupt­ver­an­stal­tun­gen zum Ju­bi­lä­ums­jahr 2016 sol­len ein his­to­ri­scher Markt und ein Tag der Ver­ei­ne wer­den, wie die Ar­beits­grup­pe „Orts­ju­bi­lä­um – 1150 Jah­re Uedem“in ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung im Bür­ger­haus Uedem mit­teil­te.

Fest steht: Den Auf­takt wer­den am 1. Mai 2015 die Ent­hül­lung der nach­ge­bau­ten Stadt­mau­er und ein öku­me­ni­scher Got­tes­dienst bil­den. Nach­dem hef­ti­ge po­li­ti­sche Dis­kus­sio­nen um das Bud­get für die Fei­er­lich­kei­ten und die Nach­bil­dung der Stadt­mau­er vor­an­ge­gan­gen wa­ren, hat­te man sich im Rat zu­letzt auf ei­ne Lö­sung ge­ei­nigt, die 55000 Eu­ro Kos­ten für die Re­kon­struk­ti­on mit sich bringt. Der Kreis un­ter­stützt das Vor­ha­ben mit 26000 Eu­ro.

Be­ne­dikt Koe­nen von der Ge­mein­de­ver­wal­tung stell­te den Bür­gern die Pla­nung an­hand von Skiz­zen vor. Die Hö­he der nach­ge­bil­de­ten Mau­er wird dem­nach 2,50 Me­ter be­tra­gen. Ei­ne Stahl­kon­struk­ti­on soll die tat­säch­li­chen Aus­ma­ße der ehe­ma­li­gen Stadt­mau­er wie­der­ge­ben. Das Kon­zept kom­bi­nie­re al­te mit mo­der­ner Ar­chi­tek­tur und wer­de für ei­ne schö­ne At­mo­sphä­re sor­gen, so Koe­nen.

Der zwei­te Ter­min, den sich die Ue­de­mer in ih­rem Ka­len­der vor­mer­ken soll­ten, ist das letz­te Mai­wo­chen­en­de. Die Ar­beits­grup­pe zum Orts­ju­bi­lä­um, wel­che sich aus Ver­tre­tern von Po­li­tik, Ge­mein­de-

Bernd Hes­se­ling ver­wal­tung, Kir­chen und Ver­ei­nen ge­bil­det hat­te, sieht für die­se Ta­ge ei­nen his­to­ri­schen Markt vor, wie Clau­dia Ger­mer er­läu­ter­te. Hand­werks­be­ru­fe sol­len vor­ge­stellt wer­den. Fla­den- und Stock­brot will man ba­cken und ver­schie­de­ne Dar­bie­tun­gen prä­sen­tie­ren. Bar­ba­ra Wie­ler von den „Ue­de­mer Kalt­blut­freun­den“kün­dig­te an, dass der Reit­ver­ein di­ver­se his­to­ri­sche Ge­rät­schaf­ten zur Ver­fü­gung stel­len und wahr­schein­lich ei­nen Schmied zur Teil­nah­me be­we­gen kann. Die Lai­en­spiel­thea­ter­grup­pe „Ver­zau­ber­te Kin­der­welt“möch­te ein Stück auf­füh­ren. Auch die Ue­de­mer Kin­der­gär­ten wol­len sich be­tei­li­gen.

Sehr gro­ße Re­so­nanz gab es wäh­rend der Bür­ger­ver­an­stal­tung auf den Tag der Ver­ei­ne, der am Sonn­tag, 4. Sep­tem­ber 2015, statt­fin­den soll. Vom Schach­club über die KfD bis hin zum Ue­de­mer Spiel­ver­ein (SV) be­kun­de­ten zahl­rei­che Clubs und Ge­mein­schaf­ten ihr In­ter­es­se an der Mit­wir­kung. Der Ge­schäfts­füh­rer des Ue­de­mer SV, Frank Kös­ters, sag­te et­wa die Or­ga­ni­sa­ti­on ei­nes Tor­wand­schie­ßens durch den Fuß­ball­ver­ein zu. Fri­sche Rei­be­ku­chen wird vor­aus­sicht­lich die Ue­de­mer Kol­ping­fa­mi­lie an­bie­ten. Der Ge­trän­ke­aus­schank wur­de im Vor­feld be­reits an den Ue­de­mer Wer­be- ring ver­ge­ben. Mit den Ein­nah­men soll die­ser den Vor­abend fi­nan­zie­ren. Am 3. Sep­tem­ber 2015 wol­len die Ue­de­mer dann per Mu­si­kevent mit Live­band Gäs­te in ih­re Ju­bi­lä­ums­ge­mein­de lo­cken.

Bis da­hin ist aber noch viel zu or­ga­ni­sie­ren. Man­cher Ue­de­mer Bür­ger be­äug­te die Ver­an­stal­tung durch­aus mit ei­nem kri­ti­schem Blick: Dass zahl­rei­che Ver­ei­ne erst jetzt mit ins Boot ge­holt wor­den sei­en, da der Rah­men schon fest­ge­steckt ist, kam nicht bei al­len gut an.

Ins­ge­samt ist man sich in der ehe­ma­li­gen Schus­ter­stadt aber ei­nig und blickt po­si­tiv ge­stimmt auf das Ju­bi­lä­ums­jahr. „Da wer­den al­le zu­sam­men mit an­pa­cken“, be­stä­tig­te bei­spiels­wei­se Lud­ger Bon­gers. Bernd Hes­se­ling gab die Grund­stim­mung der Bür­ger ab­schlie­ßend gut wie­der: „Die Ju­bi­lä­ums­fes­ti­vi­tä­ten stel­len für Uedem ei­ne durch­weg po­si­ti­ve Sa­che dar“, sag­te er.

„Die Fes­ti­vi­tä­ten stel­len

für Uedem ei­ne durch­weg gu­te Sa­che

dar“

RP-FO­TO: KLAUS-DIE­TER STADE

Im Bür­ger­haus tra­fen sich Ver­tre­ter von Ver­ei­nen und Ge­mein­de­ver­wal­tung, um die Pla­nun­gen zum Orts­ju­bi­lä­um vor­an­zu­trei­ben.

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