Son­ni­ger Ern­te­dank in Hom­mer­sum

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON MAN­FRED KOTTERS

Bei strah­lend blau­em Him­mel zo­gen die Wa­gen und Fuß­grup­pen durch die Ort­schaft.

GOCH-HOM­MER­SUM Die treu­en Gäs­te des Ern­te­dank­fes­tes wer­den‘s ge­merkt ha­ben: Die al­te Tra­di­ti­on zeig­te viel Neu­es! Nach 69 Jah­ren hat der or­ga­ni­sie­ren­de Hei­mat- und Ver­schö­ne­rungs­ver­ein nicht nur ein neu­es Lo­go (Wis­sens­wer­tes da­zu un­ter www.hom­mer­sum.de), son­dern auch ein Mot­to, das ziel­ge­nau den Sinn des Fes­tes wie­der­gibt „Freu­de sä­en – Freu­de ern­ten“.

Ja, nicht nur in die Er­de ent­las­se­ne Sa­men­kör­ner kön­nen für ei­ne Ern­te sor­gen, son­dern auch Fan­ta­sie, Ge­ber­lau­ne und Ein­satz­freu­de. Wie das? Genau das de­mons­trie­ren die Ein­woh­ner der klei­nen Grenz­ge­mein­de Jahr für Jahr. Die „Aus­saat“ge­schieht durch das Ein­brin­gen von Frei­zeit, Blu­men und Feld­früch­te – sprich durch die viel­fäl­ti­gen und zeit­auf­wän­di­gen Vor­be­rei­tun­gen des Fes­tes. Die „Ern­te“wird ein­ge­fah­ren, wenn die vie­len Ak­ti­ven beim Fest ih­ren Spaß ha­ben und da­zu noch in die fröh­li­chen Ge­sich­ter der zahl­rei­chen Be­su­cher schau­en kön­nen – und die­se „Ern­te“war wie­der über­durch­schnitt­lich!

In Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem strah­len­den Son­nen­wet­ter so­wie la­chen- den Blu­men- und Mais­ge­sich­tern an den lie­be­voll ge­schmück­ten Fest­wa­gen kann man oh­ne zu über­trei­ben von ei­nem Hom­mer­su­mer Su­per-Sonn­tag spre­chen. Mit dem Zuglei­ter Karl Bau­er wa­ren sich al­le ei­nig: so ei­nen Rah­men hat­ten Tho­mas Dercks und Ni­co­le Böhmer als „gro­ßes“so­wie Char­lot­te Jan­ßen und Ben Wolters als „klei­nes“Kö­nigs­paar mit ih­rem je­wei­li­gen Hof­staat auch voll ver­dient. Mit ih­rem La­chen, den Ge­sän­gen wäh­rend des Um­zu­ges und den Tän­zen spä­ter im Fest­zelt ha­ben sie zeit­gleich Freu­de ge­sät und ge­ern­tet.

Dass Kö­nig Tho­mas I. ein pas­sio­nier­ter Hob­by­bä­cker ist, war auf dem Kö­nigs­wa­gen zu se­hen: ein stil­ech­tes Back­haus mit rau­chen­dem Schorn­stein (ein Zu­schau­er spon­tan: „Ha­be­mus pa­pam“) und Kör­be mit Brot zier­ten das Ge­fährt. Et­li­che Rei­ter, ei­ne rie­si­ge ern­te­dank­lich ge­schmück­te Rad­ler­grup­pe, ein Mar­ke­ten­der­wa­gen so­wie ei­ne his­to­ri­sche Feld­sprit­ze mit dem neu­en He­rold Her­bert Wil­le kom­plet­tier­ten den Zug.

Nach dem Fe­st­um­zug konn­ten die Mo­de­ra­to­ren Ka­rin und Wil­li San­ders dem Pu­bli­kum im Hal­len- zelt ein reich­hal­ti­ges Pro­gramm prä­sen­tie­ren. Ne­ben der Über­ga­be der Ern­te­kro­nen an die Kö­nigs­paa­re gab’s Eh­run­gen, Rei­gen, An­spra­chen und Tän­ze. Ei­ne gro­ße Freu­de be­rei­te­te dem Kö­nigs­paar der Rei­gen der grö­ße­ren Schul­kin­der: die bei­den wur­den mit in den Tanz­kreis ge­holt. End­lich konn­te Kö­nig Tho­mas I. als (wie man hör­te) un­er­müd­li­cher Tän­zer sei­ner Lei­den­schaft frei­en Lauf las­sen! Nach dem of­fi­zi­el­len Pro­gramm ging’s naht­los wei­ter mit dem Däm­mer­schop­pen, der ein be­mer­kens­wer­tes Fest lang­sam aus­klin­gen ließ.

RP-FO­TO: STADE

Auch das Kin­der­kö­nigs­paar Char­lot­te Jan­ßen und Ben Wolters (win­kend) hat­te Spaß am Son­nen-Sonn­tag.

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