Chan­tu­ria schießt den MSV zum 1:0-Sieg

Rheinische Post Goch - - SPORT - VON PATRICK SCHE­RER

Bei sei­nem Zweit­li­ga-De­büt trifft der Ge­or­gi­er ge­gen Pa­der­born und si­chert Duis­burgs ers­ten Sai­son­er­folg.

DUIS­BURG Ge­duld ist beim MSV Duis­burg in die­sen Ta­gen die meist stra­pa­zier­te Fä­hig­keit. Ver­ant­wort­li­che und An­hän­ger des Fuß­bal­lZweit­li­gis­ten sind im War­ten ge­übt: Sei es auf die Rück­kehr der vie­len ver­letz­ten Spie­ler, auf Spiel­ge­neh­mi­gun­gen neu ver­pflich­te­ter Ak­teu­re oder auf den ers­ten Sieg der Sai­son. Das 1:0 ge­gen den SC Pa­der­born sorg­te in Duis­burg im zehn­ten Spiel aber für die Er­lö­sung. Gi­no Let­tie­ri sitzt nach dem ers­ten Er­folg wie­der fes­ter auf dem Trai­ner­stuhl.

Let­tie­ri muss­te im Du­ell des Zweit­li­ga-Auf­stei­gers ge­gen den eben­falls schlecht in die Sai­son ge­star­te­ten Bun­des­li­ga-Ab­stei­ger ne­ben den Lang­zeit­ver­letz­ten auch auf Dus­tin Bom­heu­er (kom­pli­zier­ter Na­sen­bein­bruch) und Enis Ha­j­ri (ge­schwol­le­ner Knö­chel) ver­zich­ten. Im­mer­hin stan­den Rolf Felt­scher und Ja­mes Hol­land nach ab­ge­ses­se­nen Sper­ren wie­der zur Ver­fü­gung. Mehr spie­le­ri­sche Klas­se im Ge­gen­satz zu den vor­he­ri­gen Auf­trit­ten – als ma­ge­re zwei Punk­te in neun Spie­len her­aus­spran­gen – brach­ten auch die Rück­keh­rer nicht ins Duis­bur­ger Spiel. Der ein­zi­ge Licht­blick im ers­ten Durch­gang war Zu­gang Vic­tor Obin­na, der erst­mals in der Start­elf stand.

Obin­na muss­te auf­grund sei­nes En­ga­ge­ments vor ei­nem Jahr bei Lo­ko­mo­ti­ve Moskau sehr lan­ge auf die Frei­ga­be des rus­si­schen Ver­ban­des war­ten. Auch beim vor zehn Ta­gen ver­pflich­te­ten Of­fen­siv­ak­teur Gi­or- gi Chan­tu­ria war Lang­mut ge­fragt. Der Ge­or­gi­er hat­te Pro­ble­me, ein Ar­beits­vi­sum zu be­kom­men. Die­ses konn­te der MSV nun er­wir­ken, Chan­tu­ria wur­de zur zwei­ten Halb­zeit ein­ge­wech­selt – und be­dank­te sich auf sei­ne Wei­se. In der Schluss­pha­se setz­te sich der 22-Jäh­ri­ge im Straf­raum durch und traf zum 1:0.

Obin­na war es, der nach knapp ei­ner hal­ben St­un­de al­lem An­schein nach ge­nug vom un­in­spi­rier­ten Auf­tritt sei­ner Mann­schaft ge­se­hen hat­te. Der Ni­ge­ria­ner schnapp­te sich den Ball, ließ zwei Pa­der­bor­ner Ge­gen­spie­ler aus­stei­gen und sein ab­ge­fälsch­ter Schuss wur­de zur Her­aus­for­de­rung für Lu­kas Kru­se im Tor der Gäs­te. Wie dank­bar die MSV-An­hän­ger der­zeit für ein biss­chen Un­ter­hal­tung sind, mach­te der über­ra­schend fre­ne­ti­sche Ap­plaus nach die­ser Si­tua­ti­on deut­lich. Zu­vor hat­te Pa­der­born den bes­se­ren Ein­druck von zwei Teams ge­macht, die sich in tech­ni­schen Un­zu­läng­lich­kei­ten und Fehl­päs­sen ge­gen­sei­tig über­bo­ten. Obin­nas Schuss war Auf­takt zur bes­ten Pha­se der ers­ten Hälf­te. Kings­ley Onueg­bu hat­te die größ­te Chan­ce zur Füh­rung. Den­nis Gro­te spiel­te den 29Jäh­ri­gen mus­ter­gül­tig frei, doch der MSV-An­grei­fer schob den Ball freistehend ne­ben das Tor.

Auch nach der Pau­se ver­gab Obin­na zwei gu­te Chan­cen. Dann ret­te­te MSV-Ab­wehr­spie­ler Tho­mas Meiß­ner nach ei­nem Idir-Qua­liSchuss auf der Tor­li­nie, ehe Chan­tu­ria den er­lö­sen­den Sieg des im­mer noch Ta­bel­len­letz­ten si­cher­te.

FO­TO: DPA

Freu­de pur: Trai­ner Gi­no Let­tie­ri, Tor­schüt­ze Gior­gi Chan­tu­ria und Vic­tor Obin­na (rechts).

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