Ein Ös­ter­rei­cher strei­tet mit dem US-Netz­werk

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Aus­kunfts­recht 2011 ge­rie­ten der Ös­ter­rei­cher Max Schrems und Face­book zum ers­ten Mal an­ein­an­der. Da­mals for­der­te der Ju­ra-Stu­dent al­le Da­ten an, die das so­zia­le Netz­werk über ihn ge­sam­melt hat­te. Face­book schick­te ihm 1222 Sei­ten. Be­schwer­de Sei­nen eu­ro­päi­schen Sitz hat Face­book in Ir­land. 2013 be­schwer­te sich Schrems beim dor­ti­gen Da­ten­schutz-Be­auf­trag­ten dar­über, dass per­sön­li­che Da­ten in den USA nicht vor staat­li­cher Über­wa­chung ge­schützt sei­en. Die iri­schen Da­ten­schüt­zer al­ler­dings be­fan­den, dass das Schutz­ni­veau der USA aus­rei­che. Sie be­rie­fen sich auf ei­ne Ent­schei­dung der EU-Kom­mis­si­on aus dem Jahr 2000. Da­mals gab es Face­book noch nicht. Sam­mel­kla­ge Im Au­gust 2014 reich­te Schrems ei­ne Sam­mel­kla­ge ge­gen Face­book ein, um zu ver­hin­dern, dass Face­book die Da­ten sei­ner eu­ro­päi­schen Nut­zer in die USA über­trägt und dort aus­wer­tet. 25.000 Men­schen schlos­sen sich sei­ner Kla­ge an. Es ge­he ihm um die Sa­che, sag­te Schrems, er sei kein Face­book-Has­ser. In­zwi­schen hat Schrems sein Ju­ra-Stu­di­um ab­ge­schlos­sen und ein Buch ge­schrie­ben. Ti­tel: „Kämpf um dei­ne Da­ten“. Zur­zeit sitzt der 27-Jäh­ri­ge an sei­ner Dok­tor­ar­beit. The­ma: Da­ten­schutz.

FO­TO: DPA

Max Schrems (27) hat ge­gen Face­book ge­klagt – mit Er­folg.

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