Ster­be­hil­fe

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Ein Arzt, der ei­nem Pa­ti­en­ten auf Ver­lan­gen ei­ne Gift­sprit­ze setzt, hilft ak­tiv beim Ster­ben. Der Arzt, der le­bens­ver­län­gern­de Maß­nah­men ab­bricht, hilft nur pas­siv. Bei­des gilt in Deutsch­land als Ster­be­hil­fe. Je­doch macht „ak­tiv“oder „pas­siv“ei­nen gro­ßen Un­ter­schied aus, näm­lich ob der Arzt bis zu fünf Jah­re ins Ge­fäng­nis wan­dert oder straf­frei bleibt. Wi­der­sprüch­lich ist ei­ne drit­te Va­ri­an­te: die Bei­hil­fe zur Selbst­tö­tung. Da bleibt dem Ster­be­wil­li­gen der letz­te Schritt – sich die Sprit­ze zu set­zen – über­las­sen. Dem Arzt kann trotz­dem ei­ne An­kla­ge we­gen Tot­schlags dro­hen. Kla­rer ist es jetzt in Ka­li­for­ni­en ge­re­gelt. Gou­ver­neur Jer­ry Brown hat ent­schie­den, so­lan­ge zwei Ärz­te ei­nem Sui­zid zu­stim­men, dür­fe der Pa­ti­ent le­bens­be­en­den­de Me­di­ka­men­te ein­neh­men. Die Ärz­te wer­den nicht be­langt. KT

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