Schiffs­kol­li­si­on: Öl­tep­pich be­droht bel­gi­sche Küs­te

Rheinische Post Goch - - PANORAMA -

BRÜSSEL (dpa) Nach ei­ner Schiffs­kol­li­si­on vor sei­ner Küs­te will Bel­gi­en ein Na­tur­schutz­ge­biet vor ei­ner mög­li­chen Öl­pest schüt­zen. Vor dem für Zug­vö­gel wich­ti­gen Ge­biet Zwin soll­te in der Nacht ein Sand­damm ge­baut wer­den, be­rich­te­te die bel­gi­sche Nach­rich­ten­agen­tur Bel­ga. Da­mit wol­len die Be­hör­den für den Not­fall vor­be­rei­tet sein – ob das Öl das ge­schütz­te Küs­ten­ge­biet er­reicht, ist aber auch ei­ne Fra­ge der Wind­rich­tung.

Vor dem nord­bel­gi­schen Ort See­brüg­ge war kurz nach vier Uhr mor­gens ein nie­der­län­di­sches Fracht­schiff mit ei­nem Gas­tan­ker zu­sam­men­ge­sto­ßen und ge­sun­ken. Die zwölf­köp­fi­ge Be­sat­zung des Frach- ters wur­de ge­ret­tet, es gab zwei Leicht­ver­letz­te. Auf der Nord­see brei­te­ten sich zwei Öl­tep­pi­che aus. Sie trie­ben am Abend 20 Ki­lo­me­ter vor der Küs­te. „Sie wur­den ein­ge­dämmt und mitt­ler­wei­le wird das Öl ab­ge­saugt“, er­klär­te der Pro­vinz­gou­ver­neur. Zwei Boo­te be­müh­ten sich gleich­zei­tig, im Meer trei­ben­de Trüm­mer zu ber­gen.

Der nie­der­län­di­sche Frach­ter „Fl­in­ter­star“war auf ei­ne Sand­bank auf­ge­fah­ren und bis zum Dach voll­ge­lau­fen. Er trans­por­tier­te laut Bel­ga 125 Ton­nen Die­sel und 427 Ton­nen Schwer­öl – mehr als die Be­hör­den zu­nächst ver­mu­tet hat­ten. Die Ur­sa­che der Kol­li­si­on stand am Abend noch nicht fest.

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